Theater praesent
Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt
Gewalt geschieht meist dort, wo Menschen sich sicher fühlen sollten: in den eigenen vier Wänden. Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt erzählt von den Erfahrungen von Frauen, die Schutz im Frauenhaus gesucht haben. Zugleich richtet der Theaterabend den Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt ermöglichen und oft unsichtbar machen.
Das Stück verbindet dokumentarisches Material mit einer kraftvollen Bildsprache. Aus realen Interviews mit Betroffenen, Mitarbeiter:innen von Frauenhäusern, Ärzt:innen und Jurist:innen entsteht ein vielstimmiger Abend, der berührt, aufrüttelt und immer wieder auch Momente von scharfem Humor findet. Dabei stehen nicht Opferbilder im Mittelpunkt, sondern Frauen, die den Mut finden, ihr Leben neu zu gestalten.
Nach der Aufführung am Samstag findet in Zusammenarbeit mit dem Frauenhausdienst Brixen ein Expert:innen-Gespräch statt.
Theaterstück von Felicia Zeller
Regie: Michaela Senn
Schauspiel: Elke Hartmann, Christina Polzer, Wiltrud Stieger
Ausstattung: Sara Burchia
Dramaturgie: Julia Jenewein
Foto: Alena Klinger