Herbst 2022

"ja
ich glaube
morgen werde ich hier wieder graben
einfach weitergraben"

Miriam Unterthiner

Fr 07.10.22
20:30
Do 13.10.22
20:30
Fr 14.10.22
20:30
Sa 15.10.22
20:30
So 16.10.22
18:00
Mi 19.10.22
20:30
Do 20.10.22
20:30
Fr 21.10.22
20:30
Sa 22.10.22
20:30
So 23.10.22
18:00

Eine Koproduktion von Dekadenz und Triebwerk7

wir: im berg

Theater, Eigenproduktion, Tanz & Performance

Performative Kartierung des Brenner Basistunnels

Niemand redet mehr vom Brenner Basistunnel (BBT). Wir sind es gewohnt, an den Containersiedlungen vorbeizufahren; sind es gewohnt, das lange Förderband im Padastertal zu sehen und sind es gewohnt, dass der Bau kein Ende findet. Der BBT ist kein sexy Thema, das uns beschäftigt und doch – beginnt man selbst einmal zu graben, ist man schnell fasziniert von den gigantischen Tunnelbohrmaschinen, die klingende Namen wie Günther und Flavia tragen.
Dekadenz Brixen und Triebwerk7 Innsbruck, zwei Theatervereine an den beiden Enden des Brenner Basistunnels (BBT), haben sich zusammengetan, um sich dem Tunnelbau künstlerisch anzunähern. Das Team von Theaterschaffenden aus Nord- und Südtirol hat mit Menschen gesprochen, die am BBT arbeiten, und jenen, die versucht haben ihn zu verhindern; hat Baustellen besucht, war in den BBT-Erlebniswelten, hat Archive studiert, war mal dafür und dann wieder dagegen. Gemeinsam haben sie sich gefragt: Welche Narrative unserer Zeit werden in diesem gigantischen Bauprojekt fortgeschrieben? Wohin fällt Licht? Was bleibt im Dunkeln?
Miriam Unterthiner hat dazu Texte verfasst und Menschen und Dingen, die am Bau beteiligt sind, Stimme gegeben: den Arbeiter*innen, den Anrainer*innen, den Politiker*innen, den Maulwürfen, den Maschinen und dem Berg selbst. Michaela Senn setzt die Texte performativ mit vier Schauspieler*innen in Szene. Margot Mayrhofer, Sabine Ladurner, Philipp Rudig und Daniela Bjelobradić stehen mit Musiker und Soundkünstler Fabian Lanzmaier auf der Bühne und begeben sich humorvoll in die verschiedenen Rollen. Bühne und Kostüme gestaltet Mirjam Falkensteiner.
„wir: im berg“ ist ein vielstimmiger und wuchtiger Theaterabend, der das größte Tunnelbau-Projekt der Menschheitsgeschichte in der kleinen Alpenregion betrachtet und performativ an die Oberfläche bringt.

Text: Miriam Unterthiner
Regie & Dramaturgie: Michaela Senn
Schauspiel: Daniela Bjelobradić, Sabine Ladurner, Margot Mayrhofer, Philipp Rudig
Musik: Fabian Lanzmaier
Bühne, Kostüme: Mirjam Falkensteiner
Dramaturgische Begleitung: Uschi Oberleiter
Produktionsleitung: Anna Heiss, Carmen Sulzenbacher
Produktionsassistenz: Laura Masten
Technik: André Niederkofler
Foto, Grafik: Arno Dejaco, Daniela Radmüller (FREIUNDZEIT)

Weitere Aufführungen im November im BRUX / Freies Theater Innsbruck: Kartenreservierung und nähere Informationen hier

So 30.10.22
20:30
Gianluca Iocolano and Friends Io.Co Show Kleinkunst & More

Live aus der Dekadenz in Stufels, Brixen, Los Angeles: Not the show we deserved, but the show we needed!

Ihr kennt die Speisepläne der Hollywood-Stars, wisst welche Fußballmannschaften die italienischen Minister anfeuern, aber wenig über lokale Stars und Sternchen! Das soll sich jetzt ändern: Was essen eure gewählten Repräsentant*innen zum Frühstück? Wohin verreisen die Tourismus-treibenden dieses Landes? Wie stehen lokale Firmeninhaber*innen zur modernen Sklaverei? Freut euch auf eine frisch-freche, unverblümt-direkte neue Show, die die südtiroler hall of fame auf die Bühne bittet!

Durch den Abend führt Moderator und Comedian Gianluca Iocolano, der auf liebevoll-kritische Art und in bester Late Night-Manier dem südtiroler Establishment auf den Zahn fühlt. Die Abende begleitet Professoressa Patrizia Solaro, die sich beherzt-selbstironisch in die Rolle der „Velina“ begibt. Die musikalische Untermalung bietet Maestro Roberto Tubaro!
Freut euch auf diese dekadente Antwort auf das klassische Late Night-Format, das mit spannenden Gästen, ironischen Kommentaren, absurden Spielen und aufschlussreichen Gesprächen zweisprachig in die Tiefen der Südtiroler Gesellschaft gräbt.

Live from the Dekadenz Theater, in Stufles – Brixen, Los Angeles: Not the Show we deserved, but the show we needed!

Sappiamo cosa mangiano le star di Hollywood, sappiamo che squadra tifano i ministri italiani, conosciamo i nomi delle fidanzate dei calciatori famosi, eppure non sappiamo niente delle nostre star locali: cosa mangiano i nostri amministratori per colazione? Dove vanno in vacanza i dirigenti del mondo del turismo locale? Quale posizione hanno i nostri imprenditori sulla schiavitù moderna? Così arriva un talk show irriverente, fresco, diretto e schietto per conoscere più da vicino i protagonisti della hall of fame altoatesina! Conduce Gianluca Iocolano che con la sua ironia tenterà di scovare scoop per scardinare le certezze dell’establishment sudtirolese. Accompagnato dal Maestro Roberto Tubaro, che trasformerà in musica anche le più solide argomentazioni dolomitiche. In studio anche Patrizia Solaro, già granitica professoressa, per l’occasione valletta d’altri tempi!

Tutto in un varietà liberamente ispirato al Late Show americano, che scava nelle profondità della società altoatesina con ospiti sensazionali, riflessioni satiriche, giochi improbabili e domande stranianti.

Sa 05.11.22
20:30
Hosea Ratschiller & Klaus Ratschiller Den Vater zur Welt bringen: eine Unterhaltung Literatur, Kleinkunst & More, Gastproduktion
Die Welt kommt ohne Oberhaupt aus, wenn viele Häupter erhoben sind.

Wir alle können da sein und antworten, wenn die Kinder fragen. Das ist Vatern.
Im gleichnamigen Buch hinterfragen Hosea Ratschiller und sein Vater Klaus Ratschiller alte Vatermythen und neue Rollenbilder und kreieren einen neuen Begriff für das 21. Jahrhundert: das Vatern. Unterhalten wir uns darüber.
Intim und politisch, nahbar, komisch, denkend und erfinderisch, berührend, traurig und so aufrichtig wie möglich durchstöbern sie alte und neue Weltbilder nach Spuren des Väterlichen. In ihrem Dialog der etwas anderen Art ist Platz für Briefe, Spiele und sogar einen Mythos vom ersten Vater. Dabei geht es oft lustig zu, auch wenn manches schmerzt. Ihr Interesse füreinander und ihre Zuneigung zum Leben soll nicht nur sie selbst ermutigen.
Ein herzliches Plädoyer für das Erzählen, für Friedfertigkeit und allerlei Menschengemachtes.
Do 10.11.22
20:30
Sweet Alps Orchestra (Norbert's Choice) Heroes: Wenn die Soldaten marschieren - A Mahler-Project by Michael Lösch
Jazz

Pianist und Komponist Michl Lösch hat im Sweet Alps Orchestra einige Größen des italienischen Jazz versammelt. Gemeinsam setzte das Oktett bereits mehrere thematische Projekte um, darunter ein „Konzert für Musikkapelle“, „Voyage“, „Mundial“ und „Heroes“. Im neuen Vorhaben „Heroes: Wenn die Soldaten marschieren“, präsentieren sie eine Suite mit Paraphrasen von Mahler-Liedern zum Thema Soldatenleben. Anlässlich der jüngsten Ereignisse gewinnt das Thema des Projekts beängstigende Aktualität.
Das Sweet Alps Orchestra erforscht Mahlers Harmonien und seine vielseitige Rhythmik aus verschiedenen Perspektiven. Frei und improvisierend entdecken sie Mahlers – immer aktuelle – Kompositionen neu. Zentrale Stücke sind „Revelge“, „Wo die schönen Trompeten blasen“, „Der Tambourg'sell“ und „Schildwaches Nachtlied“.

Nella Sweet Alps Orchestra il pianista e compositore Michael Lösch ha riunito alcuni dei grandi nomi del jazz italiano. Insieme, hanno già realizzato diversi progetti tematici, tra cui un "Concerto per banda musicale", "Voyage", "Mundial" e "Heroes". Nel nuovo progetto "Heroes: quando i soldati marciano", presentano una suite di parafrasi di canzoni mahleriane dedicate alla vita dei soldati. Alla luce dei recenti avvenimenti, il tema del progetto assume un'attualità spaventosa.
La Sweet Alps Orchestra esplora le armonie di Mahler e i suoi ritmi poliedrici da diverse prospettive. In modo libero e improvvisato, quest’ottetto riscopre le sempre attuali composizioni di Mahler. I brani principali sono "Revelge", "Wo die schönen Trompeten blasen", "Der Tambourg'sell" e "Schildwaches Nachtlied".

Fulvio Sigurtà: trumpet
Michele Polga: saxophones
Helga Plankensteiner: baritone sax
Vince Abbracciante: accordion
Michael Lösch: piano
Stefano Colpi: bass
Nelide Bandello: drums
Enrico Merlin: live electronics

Fr 11.11.22
20:30
Sa 12.11.22
20:30
Miriam Hie Who is Hie? Kleinkunst & More, Gastproduktion
Who is Hie? Gute Frage. Miriam Hie, die erste asiatische Moderatorin im österreichischen Fernsehen, lebt mehr oder weniger freiwillig zwischen den Welten. Fremdartig für die einen, mostschädelig für die anderen. Sie ist wild und angepasst. Sie liebt Rapper und Bobos. Sie ist Miriam und Mimi. Mal lauter, mal leiser.
Ihr Debut als Künstlerin zeigt die vielen Gesichter einer Frau, die ihr Leben mit zwei Waffen meistert: Wut und Humor.
Who is Hie? Hie ist viel, und hier erzählt sie ihre Geschichte.

Vorspiel: Francesca Papa
Do 17.11.22
20:30

Woody Black 4

4 Clarinets

Jazz

„Woody Black 4“ erforschen gezielt sämtliche musikalischen Stilmittel, welche die zeitgenössische Kompositionspraxis in den letzten Jahrzehnten mit schwarzem Holz eingebracht hat. Der warme Klang wird als solcher bewusst eingesetzt, zerbricht, explodiert bzw. verdünnt sich gelegentlich, sodass eine große stilistische Bandbreite im musikalischen Schaffen gewährleistet wird. Ein Quartett, das einen etwas anderen Jazzweg wählt und die Möglichkeiten seiner instrumentalen Besetzung in erfrischend undogmatischer Weise auslotet. Dabei bewegen sich die vier Musiker stilistisch im Dunstkreis des modernen Jazz unter Rücksichtnahme auf gelegentliche avantgardistische Exkurse und Ausflüge in die Weltmusik.

I "Woody Black 4" esplorano tutta una serie di linguaggi musicali nati dalle composizioni per clarinetto degli ultimi decenni. Il suono caldo di questo strumento viene usato consapevolmente come tale, per essere poi frantumato, fatto esplodere o talvolta diluito, in modo da ottenere un'ampia varietà stilistica. Un quartetto che sceglie un percorso jazzistico un po' diverso e che esplora le possibilità della propria formazione strumentale in modo rinfrescante e disinvolto. I quattro musicisti a livello stilistico si muovono tra jazz moderno, avanguardia e world music.

Daniel Moser: bass clarinet
Leonhard Skorupa: bass clarinet
Stephan Dickbauer: clarinet
Oscar Antoli: clarinet, bass clarinet

Fr 18.11.22
20:30
Stefanie Sargnagel

Dicht

Literatur, Kleinkunst & More, Gastproduktion
Stefanie Sargnagel ist im Internet groß geworden, aber aufgewachsen ist sie auf der Straße. Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll werden in diesem beinahe klassischen Coming-of-Age-Roman zu Phlegma, Hasch und Schokobons. „Dicht“ porträtiert die Rückseite Wiens, eine räudige Welt aus Beisl, Psychiatrie und Bruchbude, bevölkert von größtenteils überaus liebenswerten Antihelden: Das ist lustig, brutal, widerborstig, Literatur.

„Ein Roman so erfrischend und ehrlich wie ein Dosenbier.“ – Shirin Sojitrawalla, Wiener Zeitung

Vorspiel: Max Silbernagl
Fr 25.11.22
20:30
Sa 26.11.22
20:30
Bumillo

Haushaltsloch

Kleinkunst & More, Gastproduktion
Bumillo ist Kabarettist und Hausmann, aber nur für eines der beiden kann man ihn buchen. Das andere übt er nur sehr exklusiv vor kleinem oder keinem Publikum aus. Aber ganz gleich ob Mikrofon oder Mikrofaser: er geht immer Vollgas nach vorne und zieht die Köpfe aus den Schlingen des Alltags. Stand-up Comedy und Rap hat der 40jährige Familienvater im Gepäck, wenn er wie gewohnt klug, eindringlich und mitreißend über die Bühne tigert und dabei zeitloses Kabarett im Hier und Jetzt abliefert.
„Das bisschen Haushalt ...“, ja wer macht es denn nun? Ist diese Frage ein Tabu oder eine Chance? Ist Arbeiten das große Glück unserer Zeit? Oder ist Daheimbleiben das neue Erfolgsmodell? Wie kann man es verdammt nochmal schaffen, immer alle ToDos auf dem Schirm zu haben und Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen?
Bumillo — bürgerlich Christian Bumeder — ist mit allen Bühnenwassern gewaschen, ein echter Schelm in der Brandung, provozierend progressiv und entwaffnend ehrlich. Neue Wege sind für ihn Pflicht, flexibles Denken ebenso. Veränderung ist sein Thema No. 1, dabei bleibt er stets charmant beim Publikum und on point, wenn’s um die Pointen geht. Nein, man kann ihn nicht für private Haushaltsführungen engagieren. Die Bühne muss reichen. Tut sie mit diesem prallgefüllten Programm auch.

Vorspiel: Jakob Dellago & Alex Richter
Mi 30.11.22
20:30
Solo Julian Sartorius Jazz

Julian Sartorius (*1981) lebt und arbeitet in Bern. Der Schlagzeuger, Perkussionist und Künstler formt in seinem Spiel ungehörte Klangkörper. Seine präzisen und vielschichtigen rhythmischen Patterns sind wagemutige Exkursionen in die versteckten Klangwelten von „Found Objects” und präparierten Instrumenten, in denen er die Möglichkeiten der organischen Klangerzeugung mit dem Vokabular der (experimentellen) elektronischen Musik auslotet. Sein Interesse gilt fein skalierten Variationen, Spannung und Entspannung, Masse und Schwingung. Für sein Album „Hidden Tracks: Basel – Genève“ (Everest Records, 2017) wanderte er über 200 Kilometer mit seinem Schlagwerkzeug und nahm unterwegs auf Oberflächen und Objekten Klänge und Texturen auf. Julian Sartorius hat mit zahlreichen Musiker*innen wie Sophie Hunger, Kate Tempest, Marc Ribot, Deerhof, Jaki Liebezeit u.a. zusammengearbeitet und tritt live sowohl in intimen Clubs und Galerien wie auch auf internationalen Festivalbühnen auf.

Julian Sartorius (*1981) vive e lavora a Berna. Con il suo modo di suonare, il batterista, percussionista e artista riesce a creare sonorità inaudite. I suoi schemi ritmici sono precisi e multistrato ci fanno addentrare in dei mondi sonori nascosti. Suonando "found objects" e strumenti preparati, l’artista combina la produzione organica del suono con il vocabolario della musica elettronica (sperimentale). Sartorius è interessato a variazioni sottili, tensione e rilassamento, massa e vibrazione. Per il suo album "Hidden Tracks: Basel - Genève" (Everest Records, 2017), ha percorso oltre 200 chilometri con il suo strumento a percussione, registrando suoni e rumori di superfici e oggetti che ha trovato per strada. Julian Sartorius ha collaborato con numerosi musicisti come Sophie Hunger, Kate Tempest, Marc Ribot, Deerhof e Jaki Liebezeit. Dal vivo si esibisce in club e piccole gallerie, ma anche sui palchi di festival internazionali.

Julian Sartorius: drums, percussion

Mi 07.12.22
20:30
Fr 09.12.22
20:30
Sa 10.12.22
20:30
So 11.12.22
18:00
Di 20.12.22
20:30
Mi 21.12.22
20:30
Do 22.12.22
20:30
Produktion der Dekadenz Die Kinder Theater, Eigenproduktion

Britische Tragikomödie für Zukunft von Lucy Kirkwood

Ein Erdbeben samt Flutwelle hat in einem Atomkraftwerk an der englischen Küste zum Super-GAU geführt. Das Rentner-Ehepaar Hazel und Robin hat den Reaktor damals mit aufgebaut und lebt nun seit der Katastrophe in einer provisorischen Behausung nahe der Sperrzone. Dort steht plötzlich Rose vor ihrer Tür, eine einstige Freundin und Kollegin, die die letzten 38 Jahre in Amerika verbracht hat. Sofort wittert Hazel Gefahr, denn Rose hatte mit Robin mal eine Affäre. Doch Rose ist nicht gekommen, um alte Liebschaften aufzuwärmen: Sie will sich ihrer Verantwortung als Nuklearwissenschaftlerin stellen und schlägt Hazel und Robin einen Plan vor, der bei den beiden auf Entsetzen stößt.
Die Kinder ist ein intimes Kammerspiel, das sich – in Echtzeit und auf beengtem Raum – zu einem packenden Thriller weitet. Schuldgefühle treffen auf Egoismus, technische Errungenschaften auf ökologisches Bewusstsein: „Virtuos lässt Lucy Kirkwood konträre Positionen aufeinanderprallen … Ein zutiefst beunruhigendes Stück, in dem es nicht bloß um Kernenergie geht, sondern ganz grundsätzlich um den hohen Preis, den wir in der Zukunft für unseren gegenwärtigen Wohlstand zahlen.“ (The Guardian)
„In leichtfüßigen Dialogen und mit finsterem Humor verhandelt Kirkwood große Themen – Klimawandel, endliche Ressourcen, Alter, Tod – und stellt unbequeme Fragen: Welche Verpflichtung haben wir unseren Kindern gegenüber? Und wie kindisch benehmen wir uns dabei selbst?“ (Financial Times)

„Es ist eine grandios gespielte Achterbahnfahrt“ – Irene Dejaco, Brixner

„Subtil und so unbequem, wie es 100 Minuten Theater sein sollten, damit man trotzdem noch mit Hoffnung heim geht“ – Michael Denzer, Salto

Mit Eleonore Bürcher, Verena Plangger und Jörg Stelling
Regie: Fabian Kametz
Bühne, Kostüme: Sara Burchia
Regieassistenz: Laura Masten

Die Kinder ist ein Stück von Lucy Kirkwood
erschienen im Rowohlt Theaterverlag
in einer Übersetzung von Corinna Brocher

Visueller Auftritt, Fotos: Arno Dejaco
Trailer: André Niederkofler
Aufführungsfotos: Arnold Ritter

Zum Programmheft

Do 15.12.22
20:30

Sade Mangiaracina Trio

Madiba

Jazz

Die Musik von Sade Mangiaracina bringt die mediterrane Herkunft der Leaderin zum Vorschein. Kritiker*innen und Fans sind begeistert von der improvisatorischen Vielfalt und dem reifen Interplay der Band.
War „Le mie Donne“ von 2018 einigen wichtigen Frauenfiguren gewidmet, die sich gegen Diskriminierung und Vorurteile gestellt haben, so ist das neue Werk der sizilianischen Pianistin auf ein Symbol des Kampfes für Menschenrechte gerichtet: Nelson Mandela. Das Projekt „Madiba“ erzählt mit den Mitteln der Musik die Geschichte des großen Aktivisten und orientiert sich dabei an den wichtigsten Standpfeilern seines Lebenswegs: Mut, Entschlossenheit, Klarheit, Liebe, Gefangenschaft und die Kraft der Vergebung.
Die Band ist Teil des exklusiven Nachwuchsförderprogramms „Nuova Generazione Jazz“.

La musica di Sade Mangiaracina mette in evidenza le sue origini mediterranee. Critici e fan sono entusiasti della diversità nelle improvvisazioni e del maturo interplay del gruppo.
Se "Le mie Donne" del 2018 era dedicato ad alcune importanti figure femminili che hanno lottato contro discriminazioni e pregiudizi, il nuovo lavoro della pianista siciliana è incentrato su un simbolo della lotta per i diritti umani: Nelson Mandela. Il progetto "Madiba" attraverso la musica racconta la storia del grande attivista ed è orientato in base ai pilastri più importanti della sua vita: coraggio, determinazione, chiarezza, amore, prigionia e potere del perdono.
Questo gruppo fa parte dell'esclusivo programma di promozione di giovani talenti "Nuova Generazione Jazz".


Sade Mangiaracina: piano, Fender Rhodes
Marco Bardoscia: double bass, e-bass
Gianluca Brugnano: drums

Fr 16.12.22
20:30
Sa 17.12.22
20:30
Cababoz Natale 2022 Kleinkunst & More, Gastproduktion
Wer sie noch nicht erlebt hat, hat definitiv was versäumt! Seit mittlerweile elf Jahren ist das Kabarettkollektiv aktiv. Die Mitglieder von Cababoz nehmen kein Blatt vor den Mund. Ohne Scheu und Scham betreten sie nacheinander oder miteinander die Bühne und präsentieren eine fulminante Kabarett-Revue. In einem Potpourri aus Sketchen, Stand-Up-Nummern und Musik ziehen sie alles und jede*n durch den Kakao und nehmen sich dabei natürlich selbst nicht aus. Freuen Sie sich auf einen fröhlichen Abend, der Ihr Zwerchfell garantiert erschüttern wird!
Frühling 2023
"Mich interessiert nur der Quatsch"

Daniil Charms
Do 19.01.23
20:30

DUO Hofmaninger/Schwarz

SOUND COLLECTOR unpolished

Jazz
Kultureller Dialog durch Musik ist die Essenz von SOUND COLLECTOR. Die Bassklarinettistin und Saxophonistin Lisa Hofmaninger und die Schlagzeugerin Judith Schwarz haben eine aufregende künstlerische Route durch Länder mit starker musikalischer Identität gemacht. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Musikerinnen und Musikern versuchen die beiden, kulturelle und musikalische Traditionen, die für die jeweiligen Länder charakteristisch sind, zu entdecken, zu verstehen und neu zu interpretieren.
Die Route umfasst unter anderem die Länder Rumänien, Türkei, Iran, Brasilien, Spanien, Südafrika, viele weitere werden noch folgen. Es sind allesamt Länder, in denen sich eindrucksvolle Kulturen und Geschichten verbergen und deren Menschen und Musiker*innen sehr viel zu erzählen haben. Ihre Entdeckungen teilen Hofmaninger/Schwarz in ihrer musikalischen Sprache dem Dekadenz-Publikum am dritten März mit.

Il dialogo culturale attraverso la musica è l'essenza di SOUND COLLECTOR. Lisa Hofmaninger al clarinetto basso e sassofono, e Judith Schwarz alla batteria, hanno realizzato un entusiasmante viaggio artistico attraverso paesi caratterizzati da forti identità musicali. In stretta collaborazione con i musicisti locali, Hofmaninger e Schwarz cercano di scoprire, conoscere e reinterpretare le tradizioni culturali e musicali caratteristiche di questi paesi.
Il viaggio attraversa la Romania, la Turchia, l'Iran, il Brasile, la Spagna, il Sudafrica, e molti altri. Sono tutti paesi che nascondono culture e storie straordinarie, dove gente e musicist* hanno molto da raccontare. Il 3 marzo, il DUO Hofmaninger/Schwarz racconterà musicalmente le proprie scoperte al pubblico del Dekadenz.


Lisa Hofmaninger: soprano sax, bass clarinet
Judith Schwarz: extended drumset
Do 02.02.23
20:30
Dsilton Jazz
Dsilton spielt Musik in viel-tönigen Stimmungen mit groovenden, modulierenden Rhythmen in energiegeladenen Arrangements.
Im aktuellen Programm verschränken Georg Vogel und David Dornig eigene Werkzyklen miteinander. Während die Herangehensweise an Komposition und Improvisation der Beiden verschieden ist, teilen sie eine gemeinsame Basis: pulsierende Rhythmik und die erweiterte Klangpalette der 31-Ton Stimmung. Dabei spannt sich der Bogen von enharmonisch spezifischen Improvisationsformen über spektrale Kompositionen bis hin zu Arrangements aus verarbeiteten Feldaufnahmen.
Ein spezielles Set an Instrumenten, die die Band eigens entwickelt hat, ermöglicht diese viel-tönige Reise. Georg Vogel spielt das 31-Ton Tasteninstrument „Clavitone“, David Dornig spielt eine E-Gitarre mit 31 Bünden pro Oktave, am Schlagzeug sitzt Valentin Duit.

Dsilton propone musica dalle tonalità variegate, ritmi e groove modulanti e arrangiamenti energici. Nel loro programma attuale Georg Vogel e David Dornig intrecciano i propri lavori passati e presenti. Sebbene i loro approcci a composizione e improvvisazione siano diversi, condividono una base comune: ritmi pulsanti e l'accordatura a 31 toni. Spaziano da forme di improvvisazione enarmonica a composizioni spettrali e arrangiamenti di fieldrecords elaborati.
A rendere possibile questo viaggio dalle mille sonorità è uno speciale set di strumenti, appositamente sviluppato dalla band. Georg Vogel suona il Clavitone, uno strumento a tastiera a 31 toni, mentre David Dornig suona una chitarra elettrica con 31 tasti per ottava e Valentin Duit siede alla batteria.

Georg Vogel: 31-tone clavitone
David Dornig: 31-tone e-guitar
Valentin Duit: drums
Do 02.03.23
20:30
LBT Jazz
Gewinner BMW Jazz-Award 2018
Gewinner Nachwuchs-Jazzpreis der 50. Jazzwoche Burghausen 2019


In ihren kollektiven Kompositionen wählen LBT stets einen spielerischen Zugang und stellen die Improvisation in den Vordergrund. Die Musik besteht nicht aus festgelegten Arrangements, sondern vielmehr aus kompakten Zellen, die durch Improvisation geöffnet werden. Aus ungewöhnlichen Sounds entstehen neue Grooves und Texturen, die sich zu einem homogenen Bandsound mischen. Hier kommt das individuelle Können der drei Musiker voll zur Geltung.
Die langjährige Freundschaft, die gemeinsame Bühnenerfahrung und das große musikalische Vertrauen zueinander ermöglichen dem Trio, sich immer wieder auf die gemeinsame Reise einzulassen.
Auch als Techno-Trio unterwegs, zeigen sie sich hier von ihrer klassischeren Seite!

Vincitori del BMW Jazz Award 2018
Vincitori del premio Young Jazz della 50ª edizione di Jazzwoche Burghausen (2019)


Nelle loro composizioni collettive, gli LBT optano sempre per un approccio ludico e mettono in primo piano l'improvvisazione. La loro musica non consiste in arrangiamenti fissi, ma piuttosto in una specie di cellule compatte che si aprono attraverso l'improvvisazione. Da suoni insoliti emergono nuovi groove e tessiture, che si mescolano per formare un sound omogeneo. È qui che si evidenziano le capacità individuali dei tre musicisti.
L'amicizia di lunga data, la condivisa esperienza di palco e la grande fiducia musicale reciproca permettono al trio di rimettersi sempre in viaggio.
Anche in tour come trio techno, al Dekadenz mostreranno invece il loro lato più classico!


Leo Betzl: piano
Maximilian Hirning: double bass
Sebastian Wolfgruber: drums
Do 16.03.23
20:30
Mad About Lemon Jazz
Mad About Lemon ist ein Trio-Projekt der Tiroler Sängerinnen Heidi Erler, Mimi Schmid und Anna Widauer, welches sie 2020 gegründet haben.
Mad About Lemon bewegen mit wohlklingenden, dreistimmigen Chorsätzen. Sie arbeiten mit Improvisation und Performance-Elementen, stellen die musikalische Schönheit und die emotionale Botschaft der Songs aber in den Fokus. Mad About Lemon präsentieren Eigenkompositionen und ausgewählte Stücke in zarten, frischen und minimal instrumentierten Arrangements.

Mad About Lemon è un trio fondato nel 2020 dalle cantanti tirolesi Heidi Erler, Mimi Schmid e Anna Widauer.
Il gruppo propone melodiosi movimenti corali a tre voci. Le cantanti lavorano con elementi di improvvisazione e performance, pur concentrandosi sulla bellezza musicale e sul messaggio emotivo delle canzoni. I Mad About Lemon presentano composizioni originali e brani selezionati in arrangiamenti delicati, freschi e minimamente strumentati.

Heidi Erler: voc, ukulele, harmonium, glockenspiel, little instruments
Miriam Schmid: voc, ukulele, bassukulele, little instruments
Anna Widauer: voc, harmonium, mandoline, little instruments
Do 30.03.23
20:30
Hank Roberts Trio Jazz
Der amerikanische Ausnahme-Cellist Hank Roberts präsentiert ein neues Trio!
Hank Roberts hat die vergangenen 50 Jahre nicht nur als virtuoser Cellist geprägt und die Spieltechnik des Instruments erweitert. Auch als Komponist sorgte er für besondere Alben, die mehr Folk in die Jazzlandschaft gebracht haben. Grenzüberschreitende Experimente haben ihn zu einem beliebten Partner renommierter Musiker gemacht, darunter Bill Frisell, John Zorn, Tim Berne, Marc Ribot und viele andere mehr!
Matt Wilson gehört zu den begehrtesten Jazz-Schlagzeugern. Und das nicht erst seit seinem 2017 weltweit gefeierten Album „Honey and Salt“. Mit seiner Genre-übergreifenden und humorvollen Spielweise passt Matt Wilson ideal zu Hank Roberts. Der kubanische Pianist Aruan Ortiz ergänzt den experimentellen Charakter dieses Trios. In den letzten Jahren hat er mit innovativen Alben in unterschiedlichen Formationen für Aufmerksamkeit gesorgt.
Freuen Sie sich auf drei lebende Jazzlegenden, die erstmals in dieser Konstellation zu hören sind!

Lo straordinario violoncellista americano Hank Roberts ci presenta il suo nuovo trio!
Hank Roberts non solo ha segnato gli ultimi 50 anni come virtuoso del violoncello, ampliando anche le tecniche strumentali, ma pure come compositore, quando ha prodotto album che hanno reso il panorama jazzistico un po’ più folk. Diversi esperimenti musicali lo hanno reso un partner affidabile di musicisti famosi, tra i quali Bill Frisell, John Zorn, Tim Berne, Marc Ribot e molti altri!
Matt Wilson è uno dei batteristi jazz più gettonati. E ciò non solo a partire dal suo album "Honey and Salt", celebrato a livello mondiale nel 2017. Con il suo stile di suonare umoristico e trasversale Matt Wilson è l'abbinamento ideale a Hank Roberts. Il pianista cubano Aruan Ortiz completa la natura sperimentale di questo trio. Negli ultimi anni ha catturato l’attenzione della scena jazz con album innovativi realizzati in diverse formazioni.
Non vediamo l'ora di ascoltare questa nuova costellazione di tre leggende del jazz!


Hank Roberts: cello
Matt Wilson: drums
Aruan Ortiz: piano
Do 18.05.23
20:30
Christoph Pepe Auer White Noise Jazz
Klangkosmos zwischen Jazz, Pop und elektronischer Musik
Christoph Pepe Auer gilt als einer der interessantesten österreichischen Jazzmusiker. Er ist Klarinettist, hat in der Jazz Big Band Graz, dem Vienna Art Orchestra und im Duo mit Manu Delago gespielt.
Die Bezeichnung „Jazz“ greift für seine Musik aber zu kurz. Pepe Auer wandelt geschickt zwischen Jazz, Pop und elektronischer Musik, nutzt, was ihm über den Weg läuft, findet, erfindet und probiert aus. In seiner Wunderkammer finden sich Musikinstrumente für Kinder, programmierte Sounds, eine Kontrabassklarinette und das „Pepephon“, ein Murmelspiel, welches er in jahrelanger Tüftelei zum Musikinstrument gemacht hat.
Für das Programm „White Noise“ reist er mit drei jungen Kollegen an, die seit einigen Jahren die österreichische Jazzszene aufmischen.

Un universo suoni tra jazz, pop e musica elettronica.
Christoph Pepe Auer è considerato uno dei più interessanti jazzisti austriaci. È clarinettista, e ha suonato nella Jazz Big Band Graz, nella Vienna Art Orchestra e in duo con Manu Delago.
Il termine "jazz", tuttavia, non copre tutto il suo panorama musicale. Pepe Auer si muove abilmente anche nel pop e nella musica elettronica, utilizza tutto ciò che gli capita a tiro, sperimenta, ricerca e inventa. La sua cassetta degli attrezzi contiene strumenti musicali per bambini, suoni programmati, un clarinetto contrabbasso e il "Pepephon", un gioco di biglie che ha trasformato in uno strumento.
Con il progetto "White Noise" viaggia insieme a tre giovani amici che da qualche anno animano la scena jazzistica austriaca.


Christoph Pepe Auer: clarinets, saxes, electronics
Clemens Sainitzer: cello
Mike Tiefenbacher: piano
Christian Grobauer: drums
Dekadenz dankt
dekadenz sponsoren 2022

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater vonseiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Unterstützt von den Kulturassessoraten des Landes 2021: 243.600,00€, der Gemeinde Brixen 2021: 45.500,00€, staatliche COVID-Beihilfe URG-COVID 19: 7.000,00€, private Sponsoren: 11.100,00€. Im Detail