Frühling 2023
"Mich interessiert nur der Quatsch"

Daniil Charms
Sa 11.02.23
20:30
Malarina Serben sterben langsam LGBTQIA+, Feministisch, Kleinkunst & More, Gastproduktion

Gewinnerin Salzburger Stier 2023

Wie integrieren wir uns, die Serben, eine Nation deren Image seit Kaisermord und Srebrenica schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, in einem Land wie Österreich, dessen Geschichtslehrer von ebendiesem Kaisermord mit nicht nachlassender Erschütterung berichten?
Malarina lädt zu einer Geschichtsstunde von Sarajewo nach Ibiza und verarbeitet in „Serben sterben langsam“ dem schmerzhaften Verlust HC Straches.
Der Weg der serbischen Gastarbeiter führte über Integration Classic hin zu Assimilation 1.0 aus Angst vor Haider. Aus Liebe zu HC Strache kam das Upgrade auf Assimilation 2.0 – Edition inklusive Xenophobie und Islamophobie extended Version.
Doch wie soll es für uns Serben ohne HC Strache weitergehen?

„Eine außergewöhnliche Mischung aus politsatirischer Geschichtsstunde und Ethnocomedy“ – Der Falter
„Malarina arbeitet sich charmant-scharfzüngig durch die größten Verletzungen der serbisch-österreichischen Bromance“ – Die Presse
„Malarina zählt mit ihrer Rolle als rechtsaffine Austroserbin zu den interessantesten Kabarettaufsteigern des Landes“ – Der Standard
„Klug und hochgradig amüsant“ – profil

Vorspiel: Francesca Papa

Do 16.02.23
20:30
Anaïs Drago Minotauri Jazz
Mit dem Programm “Minotauri” schließt Anais Drago an das Konzeptalbum “Solitudo” an. Das vielstimmige Solo-Album ist 2021 bei CAM Jazz erschienen. Die Künstlerin bezeichnet es als „Elegie auf die Einsamkeit, die genährt ist von Schönheit.“
In „Minotauri“ arbeitet sie abwechselnd mit akustischen und elektronischen Violinen und findet darin einen Ausdruck ihres Innersten. Sie erzählt persönliche Geschichten vom Allein-Sein und bewegt sich von minimalistisch bis opulent, präsentiert Kompositionen und improvisiert live.
Ihr zweites Instrument ist die Stimme. Manche Passagen sind gesungen, andere erzählt. Dragos literarische Vorbilder rangieren von Friedrich Dürrenmatt bis Italo Calvino.
„Die Violinistin eröffnet eine riesige Klanglandschaft, ohne das Feld eines bestimmten Stils zu betreten, und hält sich dabei fern von jeder Angeberei. Was bleibt, ist nur die Musik: Frisch und geheimnisvoll.“ – M. G. Bianchi, Musica Jazz

Con Minotauri, titolo del programma da concerto in solo, la violinista Anais Drago prosegue la ricerca in solitaria intrapresa con l’album Solitudo, edito da CAM Jazz nel 2021: un disco in solo che sorprende per la pluralità di voci, un elogio alla solitudine che si nutre di bellezza.
In Minotauri, restano l’alternanza dei violini (acustico ed elettrico, entrambi soggetti a manipolazione elettronica), la ricerca di un’espressività timbrica del tutto personale, ma il focus si sposta sulla narrazione di vere e proprie storie di solitudine, tramite un attento utilizzo del materiale musicale, talvolta essenziale e minimalista, talvolta ricco e variopinto nella sostanza e nello sviluppo, interamente frutto della penna e dell’improvvisazione della Drago.
L’utilizzo della voce, usata per cantare e declamare, funge ora da narratore impersonale (come in Minotauros, rilettura in musica dell’omonimo romanzo di Friedrich Dürrenmatt) ora da narratore in prima persona (come in Firma Mentis, suite musicale che contiene un monologo tratto dalle Cosmicomiche di Italo Calvino).
I Minotauri di Anais Drago rappresentano le nostre solitudini interiori, raccontate attraverso personaggi che appartengono a immaginari diversissimi e apparentemente incompatibili tra loro, ma in ognuno dei quali diventa difficile non immedesimarsi.
„Strano e stimolante miscuglio di elettronica, improvvisazione e cultura pop. […] Segno di un’apertura mentale che attraversa la ricerca contemporanea.“ – C. Sessa, Corriere della Sera
"La violinista riassume in sé un vasto paesaggio sonoro senza entrare nell’ambito di nessuno stile specifico, tenendosi ben lontana da ogni ostentazione. Resta solo la musica, fresca e misteriosa come un enigma.“ – M. G. Bianchi, Musica Jazz
Sa 18.02.23
20:30
Opas Diandl s t r ö m e n Pop+
Auch nach 15 Jahren drängen von innen nach außen und von außen nach innen, nicht anders als Luft und Wasser und nicht weniger als Blut und Wärme die Melodien und Rhythmen, die Wörter und Silben, in Jodlern, Weisen und Tänzen in diesem fünfköpfigen Organismus. Sie wirbeln, schimmern und flimmern, pulsieren und fließen auf die Bühne, in den Raum, in die Ohren und Herzen. Mit neuem Programm präsentiert sich das Quintett aus Südtirol / Vorarlberg und freut sich mit alten und neuen Bekannten zu teilen, was rein und raus und um die Musiker stetig strömt: Das Leben, die Liebe und die Musik.

Veronika Egger: Stimme, Geige, Viola da Gamba
Markus Prieth: Stimme, Bratsche, Raffele – Banjo
Matthias Härtel: Stimme, Kontrabass, Nyckelharpa
Jan Langer: Percussion
Thomas Lamprecht: Stimme, Gitarre
Sa 25.02.23
20:30
Dan Knopper Salon Sieglinde Kleinkunst & More, Gastproduktion

Gewinner Grazer Kleinkunstvogel 2021

Dan Knopper sperrt Grinsen und Tränen, Protest und Herz, manchmal ganz einsam, manchmal samt Bass, Gitarre und weiteren Klängen in ein Zimmer und sieht durchs Schlüsselloch zu, wie sich der Sauhaufen verträgt.
Vom Salon Sieglinde werden Sie noch Ihren Enkelkindern erzählen – aber bestimmt nicht vorm Schlafengehen.

Sieglinde ist eine Wucht und – eine offene Bühne. Doch weil Personal heutzutage so furchtbar teuer ist, muss Dan Knopper die Acts des Abends selbst bestreiten: Ob Lesung oder Mysterienspiel, ob Punk oder das Schlager - in einer berauschenden One-Man-Show singt, spielt, liest, tanzt und spottet sich der Gewinner des Grazer Kleinkunstvogels 2021 durch den Abend.

Treten Sie ein - es wird heiß. Es wird zünftig. Es wird Sieglinde.

„Ein mehr als gelungenes Debüt!“ – Krone
„mit Dan Knopper darf zukünftig gerechnet werden.“ – Falter

Vorspiel: Felix Mair

Do 02.03.23
20:30
Leo Betzl Trio LBT Jazz
Gewinner BMW Jazz-Award 2018
Gewinner Nachwuchs-Jazzpreis der 50. Jazzwoche Burghausen 2019


In ihren kollektiven Kompositionen wählen LBT stets einen spielerischen Zugang und stellen die Improvisation in den Vordergrund. Die Musik besteht nicht aus festgelegten Arrangements, sondern vielmehr aus kompakten Zellen, die durch Improvisation geöffnet werden. Aus ungewöhnlichen Sounds entstehen neue Grooves und Texturen, die sich zu einem homogenen Bandsound mischen. Hier kommt das individuelle Können der drei Musiker voll zur Geltung.
Die langjährige Freundschaft, die gemeinsame Bühnenerfahrung und das große musikalische Vertrauen zueinander ermöglichen dem Trio, sich immer wieder auf die gemeinsame Reise einzulassen.
Auch als Techno-Trio unterwegs, zeigen sie sich hier von ihrer klassischeren Seite!

Vincitori del BMW Jazz Award 2018
Vincitori del premio Young Jazz della 50ª edizione di Jazzwoche Burghausen (2019)


Nelle loro composizioni collettive, gli LBT optano sempre per un approccio ludico e mettono in primo piano l'improvvisazione. La loro musica non consiste in arrangiamenti fissi, ma piuttosto in una specie di cellule compatte che si aprono attraverso l'improvvisazione. Da suoni insoliti emergono nuovi groove e tessiture, che si mescolano per formare un sound omogeneo. È qui che si evidenziano le capacità individuali dei tre musicisti.
L'amicizia di lunga data, la condivisa esperienza di palco e la grande fiducia musicale reciproca permettono al trio di rimettersi sempre in viaggio.
Anche in tour come trio techno, al Dekadenz mostreranno invece il loro lato più classico!


Leo Betzl: piano
Maximilian Hirning: double bass
Sebastian Wolfgruber: drums
Sa 04.03.23
20:30
Florian Hacke

Nichts darf man mehr!!1

Feministisch, Kleinkunst & More, Gastproduktion

Preisträger Schwarzes Schaf 2021
Nominierung Prix Pantheon 2021

Ob bei Facebook oder im echten Leben, bei Maischberger oder bei Lanz, auf der Straße von Wildfremden oder bei Familienfesten mit Verwandten: Tagtäglich wird es in die Kommentarspalten gehackt, laut beklagt oder sich verschwörerisch zugeraunt: „NICHTS DARF MAN MEHR!!1“. Aber Halt! Ist das wirklich so? Darf man jetzt gar nichts mehr? Die schockierende Wahrheit lautet: doch.
Wenn du nicht gerade hetzt, verleumdest oder den Holocaust leugnest, darfst du per Gesetz fast alles. Geh auf die Straße und verbrenne die neue Fassung von Pippi Langstrumpf, denn „DER HEIßT NICHT SÜDSEEKÖNIG!!1“, bade in den letzten Beständen Z-Soße, du darfst es. Aber muss man es auch machen, nur weil man es darf? Die simple Antwort: „Nein.“ Und während einige deswegen (mal wieder) den Untergang des Abendlandes prophezeien, hält nicht nur Florian das schlicht für eine Frage der Empathie. Das darf Satire nämlich auch. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit viel düsterem Humor bohrt er in seinem neuen Programm in den Wunden der Kleinbürger:innen, entlarvt rechte Empörung genauso wie linke Beißreflexe und tritt den Zukunftsverweigerer:innen verbal und mit Anlauf ins Gesicht.

„Hacke schlägt drauf, zynisch, bissig, raffiniert (…) Ein kritischer, inhaltlich wie formal wuchtiger Auftritt, für den es verdiente Bravo-Rufe hagelte“ – Saarbrücker Zeitung

Vorspiel: Alex „Giovi“ Giovanelli

Fr 10.03.23
20:30
Arno Dejaco & Magdalena Schwärzer BUMTSCHAK WELLE Pop+, Literatur
Arno Dejaco und Magdalena Schwärzer begeben sich in Musik und Text auf die Suche nach eigenen und gemeinsamen Resonanzräumen. Das Projekt zerstreut ihre parallelen Alltage und schiebt sie zu sonoren Momenten mit Blick auf ein weites Meer an Möglichkeiten. Mit E-Piano, elektronischen Geräten und zwei Stimmen werden Songs, Lyrik und Kurzprosa zu Einblicken in zwei vibrierende Gemüter.
Do 16.03.23
20:30
Mad About Lemon Mad About Lemon Jazz
Mad About Lemon ist ein Trio-Projekt der Tiroler Sängerinnen Heidi Erler, Mimi Schmid und Anna Widauer, welches sie 2020 gegründet haben.
Mad About Lemon bewegen mit wohlklingenden, dreistimmigen Chorsätzen. Sie arbeiten mit Improvisation und Performance-Elementen, stellen die musikalische Schönheit und die emotionale Botschaft der Songs aber in den Fokus. Mad About Lemon präsentieren Eigenkompositionen und ausgewählte Stücke in zarten, frischen und minimal instrumentierten Arrangements.

Mad About Lemon è un trio fondato nel 2020 dalle cantanti tirolesi Heidi Erler, Mimi Schmid e Anna Widauer.
Il gruppo propone melodiosi movimenti corali a tre voci. Le cantanti lavorano con elementi di improvvisazione e performance, pur concentrandosi sulla bellezza musicale e sul messaggio emotivo delle canzoni. I Mad About Lemon presentano composizioni originali e brani selezionati in arrangiamenti delicati, freschi e minimamente strumentati.

Heidi Erler: voc, ukulele, harmonium, glockenspiel, little instruments
Miriam Schmid: voc, ukulele, bassukulele, little instruments
Anna Widauer: voc, harmonium, mandoline, little instruments
Sa 18.03.23
20:30
Theresa Reichl Obacht, i kann wos! LGBTQIA+, Feministisch, Kleinkunst & More

Finalistin 20. Hamburger Comedy Pokal 2022

Sie ist wortgewandt, sie ist niederbayerisch und sie kann was. Das behauptet die Kabarettistin Teresa Reichl provokant im Titel ihres Debütprogramms. Und sie hält Wort, wenn sie in Anlehnung an Ereignisse aus ihrem bisherigen Leben Fragen aufwirft.
Wie ist das Aufwachsen in einem 400-Seelen-Dorf, wenn ALLE den großen Bruder und die Eltern kennen? Warum sind eigentlich alle Gedichte, die man im Germanistikstudium so liest, von Männern? Wann hört das Wort „Mädchen“ auf, als Beleidigung zu funktionieren? Teresa Reichl befragt sich und ihr Publikum, ohne Angst davor zu haben, keine Antworten zu finden. Denn sie hat das Dorfleben mit in die Stadt, die klassischen Geschlechterrollen mit in die Emanzipation genommen und ist dabei, herauszufinden, wie man denn so zu leben hat als Feministin, Rampensau, Studentin, Frau und Dorfkind – und wer eigentlich ein Recht hat, ihr irgendwas vorzuschreiben?
Teresa Reichls amüsante Bestandsaufnahme nach fast einem Vierteljahrhundert Frauenleben!

Vorspiel: Eeva Aichner

Di 21.03.23
20:30
Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung gedichtelesen Literatur
Gedichte gehören gehört und laut gelesen. Am besten im Original und aus dem Mund derer, die sie geschrieben haben oder, zumindest, geschrieben haben könnten.
Zum Internationalen Welttag der Poesie und anlässlich der Ausstellung „che leggendo si apra DIE BLAUE TÜR DER VERSE. Gerhard Kofler (1949 – 2005)“ in der Stadtbibliothek Brixen (28.1. – 31.3.2023) lesen und performen 13 Dichter*innen eigene und Gedichte von Gerhard Kofler, in mehreren Sprachen und Mundarten.

Mit: C.W. Bauer, Roberta Dapunt, Arno Dejaco, Federico Italiano, Sepp Mall, Gentiana Minga, Greta Maria Pichler, Barbara Pumhösl, Nadia Rungger, Raoul Schrott, Matthias Vieider, Erika Wimmer Mazohl, Jörg Zemmler

Veranstaltet von ZeLT. Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung in Zusammenarbeit mit Dekadenz
Fr 24.03.23
20:30
Sa 25.03.23
20:30
Eva Kuen und Margot Mayrhofer Bis in die Puppen! Utopie to go Feministisch, Theater, Kleinkunst & More, Pop+

Ein kabarettistisches, poetisches und musikalisches Bühnenprogramm

Das Patriarchat ist ein bisschen wie der Weihnachtsmann: Es hat einen ziemlich langen Bart, verspricht dir Geschenke und bringt am Ende nur ganz üblen Ramsch. Es macht aus allen, die nicht laut genug schreien, Kartoffelpüree und besäuft sich am liebsten mit seinem Zwillingsbruder Kapitalismus. Aber während die beiden im Dollarrausch die Welt gegen die Wand fahren, singen, lachen und heulen die Schauspielerinnen Margot Mayrhofer und Eva Kuen gemeinsam mit der Musikerin Teresa Staffler der aufgehenden Sonne einer gleichberechtigten Welt entgegen.
Denn Utopien sind nur so lange utopisch, solange wir nichts gendern... Äh. Ändern!

von und mit Eva Kuen und Margot Mayrhofer
Musik: Theresa Staffler

Vorspiel: Celina Lanz

Do 30.03.23
20:30
Hank Roberts Trio Hank Roberts Trio Jazz
Der amerikanische Ausnahme-Cellist Hank Roberts präsentiert ein neues Trio!
Hank Roberts hat die vergangenen 50 Jahre nicht nur als virtuoser Cellist geprägt und die Spieltechnik des Instruments erweitert. Auch als Komponist sorgte er für besondere Alben, die mehr Folk in die Jazzlandschaft gebracht haben. Grenzüberschreitende Experimente haben ihn zu einem beliebten Partner renommierter Musiker gemacht, darunter Bill Frisell, John Zorn, Tim Berne, Marc Ribot und viele andere mehr!
Matt Wilson gehört zu den begehrtesten Jazz-Schlagzeugern. Und das nicht erst seit seinem 2017 weltweit gefeierten Album „Honey and Salt“. Mit seiner Genre-übergreifenden und humorvollen Spielweise passt Matt Wilson ideal zu Hank Roberts. Der kubanische Pianist Aruan Ortiz ergänzt den experimentellen Charakter dieses Trios. In den letzten Jahren hat er mit innovativen Alben in unterschiedlichen Formationen für Aufmerksamkeit gesorgt.
Freuen Sie sich auf drei lebende Jazzlegenden, die erstmals in dieser Konstellation zu hören sind!

Lo straordinario violoncellista americano Hank Roberts ci presenta il suo nuovo trio!
Hank Roberts non solo ha segnato gli ultimi 50 anni come virtuoso del violoncello, ampliando anche le tecniche strumentali, ma pure come compositore, quando ha prodotto album che hanno reso il panorama jazzistico un po’ più folk. Diversi esperimenti musicali lo hanno reso un partner affidabile di musicisti famosi, tra i quali Bill Frisell, John Zorn, Tim Berne, Marc Ribot e molti altri!
Matt Wilson è uno dei batteristi jazz più gettonati. E ciò non solo a partire dal suo album "Honey and Salt", celebrato a livello mondiale nel 2017. Con il suo stile di suonare umoristico e trasversale Matt Wilson è l'abbinamento ideale a Hank Roberts. Il pianista cubano Aruan Ortiz completa la natura sperimentale di questo trio. Negli ultimi anni ha catturato l’attenzione della scena jazz con album innovativi realizzati in diverse formazioni.
Non vediamo l'ora di ascoltare questa nuova costellazione di tre leggende del jazz!


Hank Roberts: cello
Matt Wilson: drums
Aruan Ortiz: piano
Sa 01.04.23
20:30
Ingrid Lechner Geat's no?! (Premiere!) Feministisch, Kleinkunst & More

Ein Wechsel-Kabarett für Frau und Mann

So, es ist soweit: 50 Jahre alt und es ist aus, vorbei, da kommt nichts mehr. Die sagen, ich hab mein Verfallsdatum erreicht: Herzrasen, Schweißausbrüche und der Sex ist … Moment, darüber sollten wir reden!
Da fliegt einem einiges durchs Gemüt: Müssen jetzt die Memoiren her, oder soll ich vielleicht doch lieber mein Testament aufsetzen? Funktioniert der scheue Rehblick noch, oder sag ich endlich laut, was mir alles Wurscht ist?
Kann ich bei Bedarf rumspucken wie ein Fußballer oder soll ich lieber klassisch dezent in die Ecke hüsteln? Und Moment, die Männer: Gehen die etwa krisenlos in ihr nächstes Jahrzehnt?
Fragen über Fragen und die ersten auf der Liste hab ich schon wieder vergessen. Ist das jetzt die Weisheit des Alters?
Ingrid Lechner navigiert uns mit ihrem neuen Soloprogramm durch die Wallungen des Klimakteriums. Auf der Jagd nach Antworten führt sie uns Richtung befreites Chaos in die absolute Gewissheit: Der Wechsel kommt – für alle!

Regie: Angelika Gruber

Do 20.04.23
20:30
Mi 26.04.23
20:30
Do 27.04.23
20:30
Fr 28.04.23
20:30
Sa 29.04.23
20:30
So 30.04.23
18:00
Mi 03.05.23
20:30
Do 04.05.23
20:30
Fr 05.05.23
20:30
Sa 06.05.23
20:30
Produktion der Dekadenz Zwischenfälle Theater, Eigenproduktion

„Mich interessiert nur Quatsch, nur das, was gar keinen praktischen Sinn hat. Mich interessiert das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung“, sagte Daniil Charms, Klassiker der Literatur des 20. Jahrhunderts und Vorreiter des absurden Theaters.
Dietmar Gamper – umtriebiger Theaterfreigeist – zollt mit dem Stück seinem Lieblingsautor Tribut, der ihn auf seinem künstlerischen Weg begleitet und geprägt hat. Gamper montiert die Textfragmente Daniil Charms zu einem neuen Stück. Den roten Faden darin bildet Daniil Charms Lebensweg. Biografie und Werk laufen ineinander.
Daniil Charms wurde 1905 als Daniil Iwanowitsch Juwatschow in St. Petersburg geboren. Er war Gründungsmitglied der avantgardistischen Künstlergruppe OBERIU, die 1930 nach zwei Jahren verboten wurde. Um der Zensur zu entgehen, schrieb er Literatur für Kinder, wodurch er seinen Lebensunterhalt nur notdürftig bestreiten konnte. Charms wurde mehrfach verhaftet und aus St. Petersburg (Leningrad) verbannt. Er starb 1942 im Gefängnis. Erst in der Perestroika wurden die Texte wiederentdeckt und veröffentlicht.
Im Unsinnigen, im Ulk, im Phantastischen und im Grotesken findet Daniil Charms Ausdruck seiner Welt. Seine Literatur, wo alle Regeln der Physik, der Logik, der Sprache und Moral, ausgehobelt sind, ist ihm Halt und Flucht. Als russischer Autor, der einem totalitären Regime unterlag, passt er punktgenau ins Heute.
Gamper arbeitet zusammen mit langjährigen Kollaborateur:innen. Es spielen Margot Mayrhofer, Markus Oberrauch und Frederick Redavid. Die Bühne gestaltet Sara Burchia. Die Musik stammt von Simon Gamper.
Freut euch auf eine bildstarke und urkomische Salve an dunklen Pointen und einen aberwitzig-absurden, dunkel-dröhnenden Theaterabend.

Texte: Daniil Charms
Regie und dramaturgische Bearbeitung: Dietmar Gamper
Mit Margot Mayrhofer, Markus Oberrauch, Frederick Redavid
Ausstattung: Sara Burchia
Musik: Simon Gamper

Fr 12.05.23
20:30
Gianluca Iocolano & Friends io.co show Kleinkunst & More

Live aus der Dekadenz in Stufels, Brixen, Los Angeles: Not the show we deserved, but the show we needed!

Ihr kennt die Speisepläne der Hollywood-Stars, wisst welche Fußballmannschaften die italienischen Minister anfeuern, aber wenig über lokale Stars und Sternchen! Das soll sich jetzt ändern: Was essen eure gewählten Repräsentant*innen zum Frühstück? Wohin verreisen die Tourismus-treibenden dieses Landes? Wie stehen lokale Firmeninhaber*innen zur modernen Sklaverei? Freut euch auf eine frisch-freche, unverblümt-direkte neue Show, die die südtiroler hall of fame auf die Bühne bittet!
Durch den Abend führt Moderator und Comedian Gianluca Iocolano, der auf liebevoll-kritische Art und in bester Late Night-Manier dem südtiroler Establishment auf den Zahn fühlt. Die Abende begleitet Professoressa Patrizia Solaro, die sich beherzt-selbstironisch in die Rolle der „Velina“ begibt. Die musikalische Untermalung bietet Maestro Roberto Tubaro!
Freut euch auf diese dekadente Antwort auf das klassische Late Night-Format, das mit spannenden Gästen, ironischen Kommentaren, absurden Spielen und aufschlussreichen Gesprächen zweisprachig in die Tiefen der Südtiroler Gesellschaft gräbt.

featuring Gianluca Iocolano & Patrizia Solaro

Music: Roberto Tubaro, Matteo Cuzzolin, Matteo Dallapé

Do 18.05.23
20:30
Christoph Pepe Auer White Noise Jazz
Klangkosmos zwischen Jazz, Pop und elektronischer Musik
Christoph Pepe Auer gilt als einer der interessantesten österreichischen Jazzmusiker. Er ist Klarinettist, hat in der Jazz Big Band Graz, dem Vienna Art Orchestra und im Duo mit Manu Delago gespielt.
Die Bezeichnung „Jazz“ greift für seine Musik aber zu kurz. Pepe Auer wandelt geschickt zwischen Jazz, Pop und elektronischer Musik, nutzt, was ihm über den Weg läuft, findet, erfindet und probiert aus. In seiner Wunderkammer finden sich Musikinstrumente für Kinder, programmierte Sounds, eine Kontrabassklarinette und das „Pepephon“, ein Murmelspiel, welches er in jahrelanger Tüftelei zum Musikinstrument gemacht hat.
Für das Programm „White Noise“ reist er mit drei jungen Kollegen an, die seit einigen Jahren die österreichische Jazzszene aufmischen.

Un universo suoni tra jazz, pop e musica elettronica.
Christoph Pepe Auer è considerato uno dei più interessanti jazzisti austriaci. È clarinettista, e ha suonato nella Jazz Big Band Graz, nella Vienna Art Orchestra e in duo con Manu Delago.
Il termine "jazz", tuttavia, non copre tutto il suo panorama musicale. Pepe Auer si muove abilmente anche nel pop e nella musica elettronica, utilizza tutto ciò che gli capita a tiro, sperimenta, ricerca e inventa. La sua cassetta degli attrezzi contiene strumenti musicali per bambini, suoni programmati, un clarinetto contrabbasso e il "Pepephon", un gioco di biglie che ha trasformato in uno strumento.
Con il progetto "White Noise" viaggia insieme a tre giovani amici che da qualche anno animano la scena jazzistica austriaca.


Christoph Pepe Auer: clarinets, saxes, electronics
Clemens Sainitzer: cello
Mike Tiefenbacher: piano
Christian Grobauer: drums
Sa 20.05.23
20:30
Verena Plangger und Jutta Gerling-Haist Irgendwo auf der Welt Kleinkunst & More
Frage: „Herr Holländer, wie entsteht ein gutes Chanson?“

Antwort: „Also, man nehme eine Tüte Pariser Luft, eine Prise Berliner Witz, einen originellen Einfall (aber nur einen), fabuliere eine kleine Geschichte mit drei, vier Strophen und passe auf, dass die letzte Strophe mit der richtigen Pointe schließe.“

Nach Hitlers Machtergreifung 1933 fanden die blühenden Karrieren von Friedrich Holländer, Werner Richard Heymann und vieler anderer Komponisten in Deutschland ein abruptes Ende. Mit Emigration und Vertreibung bedeuteten die folgenden Jahre die Suche nach einer neuen Heimat, nach einer Fortsetzung der künstlerischen Arbeit.

Begleitet vom Pianisten Thomas Frerichs zeichnen Sängerin Jutta Gerling- Haist und Schauspielerin Verena Plangger musikalisch die Wege der Künstler nach. Sie lassen die Zeit der verrückten 20er Jahre und die Zeit des Nationalsozialismus mit Flucht und Vertreibung lebendig werden. Gespickt mit virtuosen Klavierimprovisationen - mal witzig, mal komisch, mal nachdenklich, mal melancholisch.
 
Gesang: Verena Plangger und Jutta Gerling-Haist
Piano: Thomas Frerichs

Dekadenz dankt
dekadenz sponsoren 2023

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater vonseiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Unterstützt von den Kulturassessoraten des Landes 2021: 243.600,00€, der Gemeinde Brixen 2021: 45.500,00€, staatliche COVID-Beihilfe URG-COVID 19: 7.000,00€, private Sponsoren: 11.100,00€. Im Detail