Elf Jahre nach Angela Merkels berühmtem Satz „Wir schaffen das“ und den „Refugees Welcome“-Slogans scheint sich die öffentliche Debatte über Migration grundlegend verändert zu haben. Doch wie und warum hat sich die Wahrnehmung von geflüchteten Menschen gewandelt? Welche Rolle spielen die Medien dabei? Und welche Folgen ergeben sich daraus für die Aufnahme von Menschen?
Von immer restriktiveren Gesetzen auf europäischer, staatlicher und regionaler Ebene bis hin zu einem Europa, das sich zunehmend zur Festung ausbauen und seine Außengrenzen schließen will: Das politische und gesellschaftliche Klima rund um Flucht und Aufnahme wird spürbar härter. Auch Menschen, die humanitäre Hilfe leisten oder Unterstützung anbieten, geraten immer häufiger unter Druck oder werden kriminalisiert.
Aus unterschiedlichen Perspektiven wollen wir gemeinsam über Verantwortung, mediale Narrative und Solidarität diskutieren – offen, kritisch und auf Augenhöhe.
Mit Gentiana Minga, albanisch-italienische Autorin. Während des Abends liest sie Texte aus ihren Werken, darunter Ciao mamma un saluto da … und Tempi che sono / Zeiten wie diese …,
Alessio Giordano, freier Journalist, tätig u.a. für SALTO, Altreconomia und zebra. – Die Straßenzeitung für Südtirol. In seiner Arbeit versucht er, den Blick auch auf Geschichten zu richten, die oft am Rand der öffentlichen Debatte stehen,
Corrado Finocchiaro, Jurist im Immigrationsrecht
und einer Vertreterin vom Verein Schutzhütte B1 Rifugio, der seit 2015 geflüchtete und obdachlose Menschen – insbesondere Frauen und Familien – begleitet und unterstützt.
Moderation:
Adrian Luncke, Bereichsleiter „Vielfalt und Miteinander“ bei der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt
Ein Abend zum Zuhören, Nachdenken und Mitdiskutieren.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung von Kulturkeller Dekadenz und OEW – Organisation für Eine solidarische Welt.