Mi 26.11.25
20:00
Robert Stadlober Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut Musik, Literatur, Pop+

Der Musiker und Schauspieler Robert Stadlober veröffentlichte ein Album mit Neuvertonungen von Kurt Tucholsky-Gedichten. Herausgekommen sind 12 Indie Folk/Pop-Songs, die so aktuell klingen, als wären sie für unsere Zeit geschrieben – kein Wunder bei Tucholskys messerscharfer, antifaschistischer Feder.

„Dank zurückhaltender Instrumentierung und hauptsächlich von der Akustikgitarre getriebenen, luftigen Arrangements, entstehen sanfte, textlastige Indiepop-Songs, ohne jedoch jemals nach prätentiöser Gedichtdeklamation zu klingen“, beschreibt plattentests.de.

Stadlober, bekannt aus Filmen wie „Sonnenallee“ und „Crazy“, aktuell in der ARD-Serie „Kafka“, ist längst mehr als Schauspieler. Er ist Musiker, Literaturfan und war Sänger der Indie-Band Gary. Nach seiner intensiven Rolle als Joseph Goebbels im Film „Führer und Verführer“ wuchs in ihm das Bedürfnis, dieser düsteren Figur etwas entgegenzusetzen – eine Stimme, die früh und hellsichtig vor Faschismus warnte. So bringt er nun mit seiner Musik Tucholskys Texte neu zum Klingen: bissig, klug und erschreckend aktuell.

Vorspiel: Lena Simonetti

 

So 23.11.25
18:00
Sa 22.11.25
20:00
Fr 21.11.25
20:00
Mi 19.11.25
20:00
So 16.11.25
18:00
Sa 15.11.25
20:00
Fr 14.11.25
20:00
Mi 12.11.25
20:00
Sa 08.11.25
20:00
Fr 07.11.25
20:00
Dekadenz & Theater praesent SEX.WORK – Das ist keine Peepshow Theater

Sexarbeit – Arbeit oder Ausbeutung? Emanzipation oder Erniedrigung? Freiheit oder Zwang?

Drei Schauspielerinnen stürzen sich kopfüber ins Rotlichtmilieu – irgendwo zwischen Poledance und Stammtischparole, zwischen historischer Anekdote und feministischer Grundsatzdiskussion. Es wird gestritten, gegoogelt, gelacht – und nicht selten gezweifelt. Denn wenn es um Sexarbeit geht, haben plötzlich alle eine Meinung. Aber wer hat eigentlich Erfahrung? Und wer hat das Recht, laut zu werden?

Zwischen absurder Preisliste und kluger Analyse, zwischen Porno-Sax und Paragraphenwirrwarr demaskiert SEX.WORK die vorherrschende Doppelmoral – und tastet sich mit Witz und Wut an ein Thema heran, das gern verdrängt wird.

Dass hier ein Nord- und ein Südtiroler Theater gemeinsam auf der Bühne stehen, ist kein Zufall: Zwischen Österreich und Italien verläuft nicht nur eine Landesgrenze, sondern auch ein juristischer Graben – besonders, wenn es um die Rechte von Sexarbeitenden geht. Doch eines ist beiderseits klar: Gute Arbeitsbedingungen sehen anders aus.

SEX.WORK ist keine Peepshow. Kein Voyeurismus. Kein Mitleidsdrama. Keine moralische Belehrung. Es ist ein kluger, wuchtiger und überraschend witziger Theaterabend, der aufrüttelt, Fragen stellt – und Klischees entkleidet.

Entwicklung & Co-Regie: Elke Hartmann & Michaela Senn

Schauspiel: Juliana Haider, Sabine Ladurner & Wiltrud Stieger

Bühne & Kostüme: Ursula Tavella

Recherche & Texte: Lia Sudermann

Lichtdesign: Barbara Alt, Jonas Mayr & Werner Lanz

Foto: Alena Klinger

So 16.11.25
19:30
Dekadenz & OEW – Organisation für Eine Solidarische Welt Ans Eingemachte! Gespräche im Keller: Reden wir über Sexarbeit Collab, Talk

Am Sonntag, 16. November, um 19.30 Uhr heißt es in der Dekadenz Brixen wieder: Ans Eingemachte! Im Anschluss an die Aufführung „SEX.WORK – Das ist keine Peepshow“ öffnen wir den Raum für ehrliche, kritische und neugierige Gespräche über Sexarbeit.

Die zweisprachige Runde lädt dazu ein, den eigenen Blick zu schärfen, moralische Reflexe zu hinterfragen und die vielen Grauzonen zwischen Selbstbestimmung und Ausbeutung auszuloten.

Mit dabei:

Michaela Senn, Co-Regisseurin – über die künstlerische Auseinandersetzung und die Herausforderungen, Sexarbeit auf die Bühne zu bringen.

Alessia Formica, Designerin – Einblick in ihr Projekt mit Sexarbeiter:innen in Bozen.

Katrin Gottardi, Sozialpädagogin im Frauenhaus Brixen – Erfahrungen aus der Praxis.

Moderation: Valentina Gianera (freie Journalistin)

Ein Abend zwischen Macht und Arbeit, Moral und Autonomie, Emanzipation und Ausbeutung – offen, unbequem, notwendig.

Fr 31.10.25
20:00
ANGER Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir (Zusatztermin) Musik, Pop+

Am Vorabend zu Allerheiligen, wenn die Grenzen zwischen den Welten dünner werden, versammelt sich das Quartett um Julian Angerer und Nora Pider im kleinen Theater. Zwischen Liebe, Erinnerung und Neubeginn, zwischen Liederabend und Pop-Show. „Bau a Stodt au über die Wolken gonz Weit oben glei neben dir“ heißt das dritte Album des Brixner Popduos ANGER. Es ist vielleicht ihr sanftestes, sensibelstes, fragilstes Werk. Es erzählt von Liebe, Natur und Tod. Ein Album an der Schnittstelle von Urban-Pop und Liederabend, zwischen Folk, Avantgarde, Akustik und Elektronik. Zwischen oben und unten.

„Seit ihrem ersten Auftritt auf FM4 haben sie sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, sei es sprachlich, musikalisch oder auf Tour. Das FM4 Publikum hat das mit dem FM4 Award belohnt. Es ist nur eine Station auf ihrem Weg, und ich kann kaum erwarten zu hören, welche noch folgen“. – FM4

Julian Angerer: Stimme, Gitarre

Nora Pider: Stimme

Fabian Pichler: Gitarre

Manuel Pichler: Schlagzeug

Simon Gamper: Trompete

Foto: Theo Kortschak

Do 30.10.25
20:00
ANGER Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir (Album-Releaseshow) Musik, Pop+

Am Vorabend zu Allerheiligen, wenn die Grenzen zwischen den Welten dünner werden, versammelt sich das Quartett um Julian Angerer und Nora Pider im kleinen Theater. Zwischen Liebe, Erinnerung und Neubeginn, zwischen Liederabend und Pop-Show. „Bau a Stodt au über die Wolken gonz Weit oben glei neben dir“ heißt das dritte Album des Brixner Popduos ANGER. Es ist vielleicht ihr sanftestes, sensibelstes, fragilstes Werk. Es erzählt von Liebe, Natur und Tod. Ein Album an der Schnittstelle von Urban-Pop und Liederabend, zwischen Folk, Avantgarde, Akustik und Elektronik. Zwischen oben und unten.

„Seit ihrem ersten Auftritt auf FM4 haben sie sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, sei es sprachlich, musikalisch oder auf Tour. Das FM4 Publikum hat das mit dem FM4 Award belohnt. Es ist nur eine Station auf ihrem Weg, und ich kann kaum erwarten zu hören, welche noch folgen“. – FM4

Julian Angerer: Stimme, Gitarre

Nora Pider: Stimme

Fabian Pichler: Gitarre

Manuel Pichler: Schlagzeug

Simon Gamper: Trompete

Foto: Theo Kortschak

Sa 25.10.25
20:00
Doppelabend mit Lesungen von Max S. und Zemmler J. Urlaub vom Schlern Literatur

Der eine ein räudiger Undergroundpoet, jetzt mit Buch beim anerkannten Verlag: Max Silbernagl. Der andere eigentlich Lyriker, der nie über Südtirol schreiben wollte – und dann 116 Geschichten dazu schrieb: Jörg Zemmler. Jetzt lesen sie sich gegenseitig und allen, die mögen ihre Sachen vor. Nicht alle natürlich.

Gemeinsam, der eine früher, der andere später, im Schlernschatten von Seis aufgewachsen, eint die zwei nicht nur der Hang zum Ordnen von Buchstaben, sondern auch eine Freundschaft, die angeblich ihren Anfang bei einem Getränk namens Spuma fand. Vielleicht erzählen sie auch davon. Oder die Geschichte, wie und wo sie in der Coronazeit nicht Spuma tranken, sondern Bier. Oder vom Konzert vom Max seiner Band, wo der Zemmler Triangel mitspielte.

Beide besitzen nämlich die Fähigkeit zu zwinkern, mit den Augen vornehmlich. Ein lockerer Abend trotz Literatur wird das. Fast bis ziemlich sicher.

Foto Max: Gabriel Höllrigl

Do 23.10.25
20:00
ZeLT im Keller feat. Dekadenz Jazz Hypochondrische Ängste Collab, Musik, Literatur, Jazz

Hypochondrische Ängste spielen kaputte Popmusik mit Methode – eine Mischung aus Spoken Word, Experimental-Jazz und Postpunk.

Texte und Klänge mäandern durch U-Bahnhöfe, Bubbleteashops und das versunkene „Deutschlantis“. In Front: Jorinde Minna Markert, die wahre Textgewitter entfacht – zwischen Wut, Witz und Wahnsinn. Das Trio groovt absichtlich aneinander vorbei, bringt ein Zahnradwerk in Gang, dessen Zähne nie einrasten wollen – virtuos, roh, poetisch.

2021 gegründet, als die Welt wieder kollektiv die Luft anhielt, sind Hypochondrische Ängste ein Bollwerk gegen Vereinheitlichung, ein Ort für Komplexität, Widerstand und musikalisches Risiko.

„Jorinde Minna Markert folgt man in eine Art Wendeltreppe des Turms zu Babylon.“ – Nora Gomringer

Jorinde Minna Markert: Texte, Gesang

Jan Frisch: Gitarre

Volker Heuken: Vibraphon

Foto: Steffi Narr

Mi 15.10.25
20:00
So 12.10.25
18:00
Ingrid Lechner Volle Kanne – Premiere! (Arbeitstitel "B-Trieb") Kleinkunst & More

Eine Frau am Rande. Am Rande der Bühne und des Nervenzusammenbruchs. Sie kann anraten, ausrechnen, einleiten, umlegen und abwickeln. Aber auch rummotzen, reinreiten, runterbrechen und zusammenkrachen. Anders gesagt: sie ist Managerin. Zumindest gewesen.

Und jetzt ist ein neuer Auftrag da. Lukrativ ist der Auftrag schon, aber nicht leicht. Gar nicht leicht. Es ist ein verdammt schwerer Auftrag. Effizienzkompetenz und Motivierungsoptimierung helfen nun auch nicht mehr. Helfen kann nur noch dieses Programm.

Und das wird sie dem werten Publikum fröhlich und verzweifelt um die Ohren hauen. Denn der Auftrag hat genau mit diesem Publikum zu tun. Also mit Ihnen. Und so werden Sie diesen Abend anders beenden, als sie ihn begonnen haben. Ganz anders.

Versprochen.

Regie: Gabi Rothmüller

Text: Ingrid Lechner und Alex Liegl

Foto: Arnold Ritter

Do 09.10.25
20:00
Severin Trogbacher Trio (AT) Perseverance Musik, Jazz

Severin Trogbacher steht meist nicht im Rampenlicht, sondern leicht seitlich davon – seit vielen Jahren etwa an der Seite von Hubert von Goisern, Konstantin Wecker oder Conchita Wurst.

Während der pandemiebedingten Konzertpause nutzte er die ungewohnt freie Zeit, um ein lange gehegtes Vorhaben umzusetzen: ein eigenes Album. Gemeinsam mit seinen kongenialen Partnern Jojo Lackner (Bass) und Herbert Pirker (Schlagzeug) ließ er seine Musik Gestalt annehmen – weitläufige Klanglandschaften, durchzogen von kraftvollen Grooves, fein verwobenen Melodien und komplexen Strukturen.

„Perseverance“ – so der Titel – steht für diesen langen, geduldigen Weg. Und für alle Künstler:innen, die mit Ausdauer und Leidenschaft ihre Kunst in die Welt bringen – gegen alle Widrigkeiten.

„Außerdem ist da das Wort ‚Sever‘ drin – das mag ich irgendwie.“ (Severin Trogbacher, 2021)

Severin Trogbacher: Gitarre

Peter Schönbauer: Bass

Herbert Pirker: Schlagzeug

Foto: Rainer Trogbacher

So 05.10.25
18:00
Florian Hacke Authentischkeit – Der einzig wahre Satireabend mit Florian Hacke Kleinkunst & More

Immer heißt es: „Sei einfach du selbst!“ Aber was, wenn du selbst auch nur müdes Mittelmaß bist? „Authentizität“ klingt gut – führt aber oft direkt in die Enttäuschung. Für alle!

Auch Florian Hacke hat lange versucht, einfach er selbst zu sein – mit Rücksicht auf andere. Aber mit drei kleinen Kindern fehlt irgendwann die Kraft für Lebenslügen. Deshalb setzt er nun auf glaubwürdelose Ehrlichkeit: Er hindert niemanden daran, das Beste von ihm zu halten – aber garantieren kann er nichts. „Authentischkeit“ ist deine Chance, einen Abend lang das Wrack zu sein, das dir jeden Morgen aus dem Spiegel entgegenblickt. Ohne Druck. Ohne Anspruch. Aber mit Sekt. Und dem Gefühl: „Im Vergleich geht’s mir doch ganz gut!“

„Hackes Witz ist intelligent und geistreich, und er biedert sich bei keinem an.“ – Lübecker Nachrichten

Vorspiel: Seamus Wimhurst

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Dekadenz dankt
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Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater vonseiten der öffentlichen Hand gefördert.
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