So 11.11.18
18:00
Eigenproduktion der Dekadenz Grillenparz Theater, Eigenproduktion
Am Grillenparz, dem Hügel, der noch nicht Berg und nicht mehr Flachland ist, treibt eine Sommerfestgesellschaft der Wiederholung ihres eigenen Verbrechens zu. Von Politik wird hier nicht geredet, dazu schmecken Bier und Sau zu gut. Damit wird „Grillenparz“ zur privatpolitischen Groteske über Menschen, die ihre Wunden in keiner Öffentlichkeit mehr bereden, sondern in den blutroten, heimatlichen Bächen im Wald ertränken. Die Vergangenheiten nicht überwinden, sondern zwangsläufig erneuern. Und deren Verantwortung dort endet, wo die Leichen begraben liegen. Grad so, wie's der Chor der Grillen zirpt: „Obmstehiaufdahä. Obischauiiüberslaund. Außischauibiszuagrenz. Drüberschauiobanet. Zubischauizudeleidl. Einischauiindehittn. Drunterschauiuntadbettn. Weggaschauiwaunswostinkt.“

von Thomas Arzt
mit Alexa Brunner, Günther Götsch, Max Gruber-Fischnaller, Margot Mayrhofer, Matthias Messner & Marlies Untersteiner
Regie: Torsten Schilling
Komposition: Markus „Doggi“ Dorfmann
Ausstattung: Katia Bottegal
Regieassistenz: Michaela Zetzlmann

Mo 22.10.18
20:30
Barbara Gassner Die andere Hälfte des Himmels Theater, Kleinkunst & More

Für „Die andere Hälfte des Himmels“ hat Barbara Gassner die – in Geheimschrift verfassten – Tagebücher ihres Großvaters studiert. Über seine Schriften, Video- und Fotodokumente und Gespräche nähert sich Barbara Gassner dem Großvater an, den sie nie kennengelernt hat, und setzt sich mit ihrer ländlichen Herkunft auseinander.
Sie schlüpft in unterschiedliche Rollen und schafft – unter der eleganten Regie von Ed Hauswirth und auf dem feinen Klangteppich von Musiker KMET – eine sich atmosphärisch überlappende Komposition aus Erinnerungsfragmenten und überführt ihr Publikum stimmungsvoll in eine andere Zeit.

Konzept und Darstellung: Barbara Gassner
Regie: Ed Hauswirth
Musik: KMET
Dramaturgische Beratung: Claudia Heu

So 14.10.18
18:00
Phänomena Fein sein, gemein sein Kleinkunst & More, Gastproduktion
Was ist Heimat? Ein Heimatabend mit dem Trio „Die fidelen Alpenpfeilchen" soll Licht ins Dunkel bringen. Doch die drei ProtagonistInnen Midi, Traudi und Hias tun sich schwer mit der Antwort. Zu weit driften ihre Meinungen und Befindlichkeiten auseinander.

Das traditionelle Heimatbild der Einen trifft auf die offene Einstellung der Anderen. Bergmensch trifft auf Multi-Kulti. Und der „walsche" Musiker Hias will auch nicht so recht ins Heimatbild passen. Daraus ergibt sich ein schräg-komischer Schlagabtausch um Wertvorstellungen und Heimatbilder, gespickt mit persönlichen Animositäten und volkstümlicher Heile-Welt-Musik.

von und mit Magdalena Schwellensattl und Sabine Ladurner

Regie: Hans Kieseier
Musik: Mauro Lazzaretto

Do 11.10.18
20:30

eXtracello trifft Karl Ratzer und Peter Herbert (A)

AUSSEG’HAUT Jazz
Die ebenso experimentierfreudigen wie stilistisch versierten Damen von „eXtracello“ wandeln gemeinsam mit Karl Ratzer, dem Großmeister auf der Gitarre, und Peter Herbert, Jazz-Bassist derselben Liga, durch die Zeiten und um die Welt: Barock trifft Folksongs und Funky Tunes, Bossa oder Mambo, aber auch Jazzstandards wie „One Note Samba“, „The Man I Love“ und der Wienerlied-Klassiker „Ausseg’haut“ haben Platz.

Karl Ratzer: Gitarre, Stimme
Edda Breit, Melissa Coleman, Margarethe Deppe, Gudula Urban: Violoncello
Peter Herbert: Kontrabass

So 07.10.18
18:00
Arno Dejaco & Matthias Vieider Lyrischer Wille #1 Literatur, Gastproduktion
Welche Perspektiven und Möglichkeitsräume kann Lyrik einer multilingualen Gesellschaft bieten?

LYRISCHER WILLE #1 ist die erste Live-Umsetzung des als Buch erschienenen, gleichnamigen, literarischen Übersetzungsprojektes mit vielsprachiger Poesie aus dem Raum Südtirol. In dieser 5-sprachigen Lesung regiert die Sensibilität der Lyriker*innen, gepaart mit dem Sound und Rhythmus ihrer eigenen Sprache.
Arabische, albanische, ladinische, deutsche und italienische Poesie steht nicht nebeinander, sondern gemeinsam auf der Bühne. Und verknüpft sich.

Konzept, Idee, Moderation:
Matthias Vieider & Arno Dejaco

entstanden in Zusammenarbeit mit der Südtiroler AutorInnenvereinigung (SAV)
Lyrischer Wille erscheint beim Folio Verlag

Sa 06.10.18
20:30
VonPiderZuHeiss BORN TO KILL Tanz & Performance, Gastproduktion
Nora Pider steht auf der Bühne und referiert. Über Kali und Pachet, über Hippolyte und Artemis, über Buffy und Wonder Woman. Sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Frauen und sie tragen Waffen. Auch Nora Pider besitzt Waffen. Sie hat die Gewehre von ihrem Vater geerbt und gelernt sie zu benutzen. Dabei hat sie sich Fragen gestellt: Was bedeutet es eine Waffe zu tragen? Was macht das mit meinem Körper? Kann ich das? Darf ich das?
Zum ersten Mal setzen sich VonPiderZuHeiss mit der eigenen Herkunft auseinander und stellen sie in Relation zu Fragen nach Geschlecht und Macht.

Entstanden im Rahmen von Vorbrenner

Performance: Nora Pider
Dramaturgie, Text: Martin Fritz
Regie: Anna Heiss
Sound: Julian Angerer
Ausstattung: Ali Paloma

Sa 29.09.18
20:30
Markus Koschuh HOCHSAISON. Der Letzte macht das Licht aus Kleinkunst & More, Gastproduktion
Ein ehemaliger Kabarettist.
Ein Tiroler Abend.
Ein verwegener Plan von Touristikern.


Schneekanonen waren gestern und reichen schlicht nicht mehr aus – schon bald soll die erste Schneerakete unschmelzbaren Kunststoffschnee übers Land bringen. Das ganze Land steht vor der Entscheidung: dauerhaft Wintersaison ODER dauerhaft Sommersaison? Ein ehemaliger Kabarettist erfährt von diesen Plänen – ein relativ beschaulicher Tiroler Abend nimmt ab diesem Zeitpunkt eine kabarettistisch-rasante Wende …

Markus Koschuh schreibt Slam Poetry, für Theater und Kabarett sowie Kommentare und Analysen für diverse Medien. Er arbeitet als Moderator, gibt Workshops und engagiert sich kommunal- und gesellschaftspolitisch.

„Gäbe es den Koschuh nicht, man müsste ihn schleunigst erfinden" Kronen Zeitung

Do 27.09.18
20:30

NEN (CH, SWE)

[e]merging structures – hypnotic soundscapes Jazz
Im Zentrum von NEN steht Xala III, ein elektroakustischer Klangkörper, den Ania Losinger erfunden hat und live tanzend bespielt. In Flamencoschuhen und mit menschenhohen Stöcken stanzt sie prägnante Grooves aus dem Instrument. Daneben steht der schwedische Meisterbassist Björn Meyer. Seitlich angedockt, zwischen Fender Rhodes und Vibraphon, steuert Mats Eser die Band souverän durch die Fluten überlagerter Zyklen und verschachtelter Rhythmen. Der energiegeladene Drummer Chrigel „Tian“ Bosshard mischt sich klanglich in die komplex gewobenen Soundscapes ein und treibt die vielschichtigen Strukturen an, um sie schließlich auf den Punkt zu bringen. Aus den vier Elementen entsteht eine einzigartige klangkörperliche Erscheinung von raumfüllender Präsenz.

„Dieser Auftritt ist mit nichts zu vergleichen. Das Konzert war, als hätte jemand musikalisch die Seele eines jeden Gastes persönlich massiert. Begeisterung pur!“ (Schaffhauser Nachrichten)

Ania Losinger: Xala III
Björn Meyer: E-Bass
Chrigel „Tian“ Bosshard: Drums
Mats Eser: Fender Rhodes/Vibes

Do 10.05.18
20:30
Maurer & Novovesky JETZT Kleinkunst & More, Gastproduktion
Maurer & Novovesky erzählen in ihrer aktuellen Show „JETZT“ einen komisch-makabren Thriller mit Popkulturanleihen. Die Show beginnt an ihrem Ende: Der Auftritt war ein Flop und das Kabarettduo macht sich auf den Weg ins Hotel. Dabei treffen sie auf allerlei komische Gestalten, die sie allesamt selbst verkörpern. Ganze zehn Figuren bringen die Beiden auf die Bühne, darunter den grindigen Taxler, den mordlustigen Hoteldirektor und sogar die verschwundene Katze.

Unter Gabi Rothmüllers Regie ist ein irre komischer Theaterabend entstanden: kritisch, satirisch und herrlich anarchisch!

„Wow! Selten so begeistert von einem Kabarettprogramm, selten so sprachlos ob der Fülle an irrwitzigen Einfällen, der spannenden Handlung, den vielen skurrilen Figuren, dem Wortwitz, der Spielfreude und Virtuosität, mit denen das Kabarettduo Maurer & Novovesky in ihrem neuen Programm JETZT (Regie: Gabi Rothmüller) agieren. Unbedingt ansehen!“ Margot Fink, diekleinkunst

Di 24.04.18
20:30
Max Goldt Max Goldt liest Literatur, Gastproduktion

Veranstaltung im Rahmen der Brixner Buchtage

In bester Tradition entlarvt Max Goldt einmal mehr die Absurditäten und Widersprüche des Alltags und rückt die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens rücksichtslos in den Fokus – gewohnt absurd und zum Schreien komisch. Als Meister der freischwebend-assoziativen, dabei stets präzise sezierenden Sprache verliert er dabei aber niemals ganz seinen vornehmen, fast aristokratischen Tonfall.

Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat […] entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." Daniel Kehlmann

 

 


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Dekadenz dankt

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater von seiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Unterstützt von den Kulturassessoraten des Landes 2019: 239.500€, der Gemeinde Brixen 2019: 12.500€.