Di 11.04.17
20:30
Colin Vallon solaMENTE piano Jazz
„Wo die meisten anderen Jazzpianisten bereits am Ende ihres Lateins angekommen sind, da fängt Colin Vallon erst richtig an. In atemberaubender Manier und mit einem Maximum an Verve und Chuzpe bringt er Formbewusstsein und Experimentierfreude unter einen Hut - er jongliert nicht nur mit Melodien und Harmonien, sondern integriert auch eine Vielzahl präparierter Klänge in sein Spiel“, beschreibt der Jazzjournalist und Professor an der Hochschule Luzern, Tom Gsteiger, die Musik von Colin Vallon. In der Dekadenz war der poetische Pianist aus Lausanne mit dem Quartett der Albanerin Elina Duni zu hören. Mit diesem Projekt ertastet sein Geist mittels seiner feinen Hände und unter Zuhilfenahme anderer Utensilien die unvorstellbaren Tiefen eines Klavierflügels.

Colin Vallon: piano, prepared piano
So 26.04.20
20:30
Eigenproduktion der Dekadenz Der Chinese Theater, Eigenproduktion

Die gesunde und überaus glückliche Kleinfamilie rund um Alex und Gwendolyn lebt befreit von Handystrahlen, Glyphosat in der Muttermilch, Alkoholkonsum und Plastik. Sie leben biologisch einwandfrei und fairtrade besiegelt, die Tage verbringen sie fröhlich, bewusst und nachhaltig mit ihren beiden geliebten Kindern in ökofaschistischer Harmonie.In diese vermeintlich heile Welt bricht Herr Ting ein - von der chinesischen Regierung entsandt, um vom westlichen Glück zu lernen. Denn im rückständigen China sind die Machthaber ratlos und das Volk ist unzufrieden: Darum werden ausgewählte Repräsentanten als Kulturbotschafter losgeschickt, um für eine gewisse Zeit bei westlichen Familien zu wohnen und dort Glückseligkeit zu lernen. Nach anfänglicher Willkommensfreude ist der Gastchinese Herr Ting jedoch schnell ein Dorn im Auge, bringt er doch die Vorstellungen von einem gesund und sinnvoll gelebtem Dasein gehörig ins Wanken...

von Benjamin Lauterbach
mit Margot Mayerhofer, Elena Maria Knapp, Günther Götsch, Ingrid Porzner & Tommy Wachtler

Regie: Philipp Rudig
Bühne: Johanna Kiebacher
Kostüm: Veronika Stemberger

Sa 25.03.17
20:30
Matthias Egerdörfer & Martin Puntigam Erlösung Kleinkunst & More, Gastproduktion
Bei Puntigam und Egersdörfer, den notorischen Spätentwicklern des Kabaretts, hat es mit der Einsicht auch ein bisschen gebraucht. Aber inzwischen wachsen vereinzelt graue Haare und damit zunehmend Verständnis, dass es so mit der groben Publikumsdrangsalierung nicht mehr weitergehen soll. Der österreichische Extremhumorist und der deutsche Grantler fechten mit rasierklingenscharfem Florett in bislang ungekannten Höhen einen atemberaubenden Abend.

„Gut schlafen kann man nach diesem Abend vielleicht nicht – aber schon während man sich unruhig im Bett wälzt, wird einem bewusst, ein bitterböses Meisterwerk gesehen zu haben, (...) in dem sie dem Publikum humortechnisch so lange in den Schritt treten, bis man Sterne sieht." (Kronenzeitung)
Sa 18.03.17
20:30
Werner Brix Zuckerl Kleinkunst & More, Gastproduktion
Werner Brix gönnt sich und seinen Fans ein Menü aus den Lieblingsgerichten der letzten 20 Jahre: leicht Verdauliches und doch reichlich Verziertes, wie die Commedia aus dem Karton oder Pinke-Panke, der freche Charmeur sowie hintergründig Zubereitetes mit scharfem Abgang á la Weltpolitik.Verspielte Zwischengerichte, wie der Essay über die Kunst der Zungenfertigkeit der Mundharmonika-Virtousen, machen dabei den kulinarischen Abend zu einem außergewöhnlich erfreulichen Erlebnis.

Der österreichische Kabarettist Werner Brixen brachte seit neun Solo-Kabarettprogramme auf die Bühne, ausgezeichnet u.a. mit dem Salzburger Stier. Neben seiner kabarettistischen Laufbahn tritt Brix als Theaterschauspieler auf und wirkt in Spielfilmen und Fernsehproduktionen mit.
Mi 15.03.17
20:30
Laura Willeit & Hubert Dorigatti SEVEN - Bob Dylan revisited Jazz
Bob Dylan hat in der Musikgeschichte unübersehbar seine Spuren hinterlassen. Kein anderer Vertreter der populären Musik hat mit seinen Liedern so viele Menschen bewegt wie er.Das Projekt „Bob Dylan Revisited“ - ins Leben gerufen von Laura Willeit und Hubert Dorigatti - zeigt die Musik Dylans in einem neuen Gewand, ohne dabei den Ursprung zu verlieren. Die Songs werden in einem Jazz-Blues-Kontext arrangiert und mit unterschiedlicher Besetzung interpretiert: Die Palette reicht vom reduzierten Stimme & Gesang bis hin zur komplexen Variante mit Streichquartett und Schlagzeug.

mit Hubert Dorigatti (Gitarre, Gesang, Arrangements), Laura Willeit (Gesang), Angela Palfrader (Geige), Manuel Chizzali (Geige), Ulli Mattlé (Violoncello), Silvio Gabardi (Kontrabass), Peter Paul Hofmann (Schlagzeug)

Sa 11.03.17
20:30
VonPiderZuHeiss Leonarda Tanz & Performance, Gastproduktion
Leonarda Cianciulli, 1893 geboren und 1970 in einer Anstalt für psychisch abnorme Rechtsbrecherinnen verstorben, ist bekannt als „La Saponificatrice di Correggio“. Von Aberglauben getrieben, tötete sie drei Frauen, um ihre drei Söhne vor dem Tod auf dem Feld zu bewahren. Die Leichen verarbeitete sie sie zu Gebäck und Seife.
In einer Theaterperformance erwecken Anna Heiss, Nora Pider und Sophie Wegleitner Leonarda zum Leben, um sie zu Themen der Weiblichkeit und Mutterschaft zu befragen.

Performance: Anna Heiss, Nora Pider und Sophie Wegleitner
Musik: Julian Angerer, Raphael Lanthaler
Fr 03.03.17
20:30
Jockel Tschiersch Klassenclown mit 60 oder D'schihadhappens Kleinkunst & More, Gastproduktion
Nach „Pubertät mit 50" kommt Jockel Tschiersch wieder mit einer schön durchgeknallten Story auf die Bühne: Der Weddinger Eistee-Dealer Jogi, der in seinem Shop heimlich an einem Bestseller schreibt, lässt es bei einem grenzwertigen Abi-Treffen in der Provinz noch mal richtig krachen und gibt den Klassenclown, wie vor 40 Jahren. Sofort wittert der Ex-Klassensprecher und Makler Sepp Lallinger ein Geschäft, nimmt Jogi unter Vertrag und baut ihn gnadenlos via Internet zum Arschloch der Nation auf. Die cholerischen Auftritte des alten Klassenclowns treffen den Mainstream-Geschmack, die Klicks geben den beiden alten Säcken Recht, der Euro-Rubel rollt.

Es geht um allgegenwärtigen Shopping-Wahn, um fehlgeleitete linksrheinische Büblein mit mangelnden Sprengstoff-Kenntnissen, um den deutschen Film mit seinem NS-Bewältigungs-Hintergrund, Fremdbestimmung im Bekanntenkreis, Login-Upgrades bei Elite-Sex-Portalen, Blau-Äugigkeit, Face-Lifting, Eistee und Bluthochdruck, oder kurz gesagt: um den täglichen Irrsinn im Land.Bevor jedoch der Niedergang der Aufklärung droht, versucht der ADAC tapfer, den Trockensumpf der abendländischen Kultur zu retten.Jockel Tschiersch spielt selbstredend alle Figuren selbst: er erzählt, quasselt, rezitiert, schimpft, säuselt, schmachtet und liest sich quer durch die Welt der Gefühle. Das verspricht verbale Unterhaltung vom Feinsten, als hätte es auf Bühnen nie etwas anderes gegeben als Monologe in die Jahre gekommener Klassenclowns.

Kampfplauderer, Hauptstadtneurotiker, Schauspieler, Kabarettist und Autor: ja was denn nun? Jockel Tschiersch eben. Es macht ihm Spaß, wenn die Leute ihn nicht einschätzen können. Genialisch-irrwitziger Selbstdarsteller auf der Bühne, netter Schwiegersohn oder zuverlässiger Kommissar im Fernsehen, Roman-Autor, Film-Schauspieler, Sprecher - es gibt wenig, was er nicht macht oder gemacht hat. Ausgezeichnet u.a. mit dem Salzburger Stier und dem Deutschen Kleinkunstpreis.

Regie: Gabi Rothmüller
Mi 01.03.17
20:30
Odwalla (I, Senegal)
L'Uomo invisibile – Der unsichtbare Mensch Tanz & Performance, Jazz
„Für uns von Odwalla ist die Musik etwas, was sie für andere nicht ist. Aus diesem Grund hat sich im Laufe der Zeit eine Komplizenschaft mit dem Publikum gebildet, geboren aus dem Baum der Kunst, als ob es Harz wäre. Die Selbstschutz-Mechanismen der Natur – das Harz schützt die Pflanze vor äußeren Angriffen – birgt den Klang. Schauen und beobachten, hören und zu-hören bedeuten nicht dasselbe. Mit „Der unsichtbare Mensch“ teilen uns Odwalla ihre Gedanken mit – über die heutige Unfähigkeit zu kommunizieren, sich mit-zu-teilen und über das, was dem heutigen Menschen tatsächlich ein Bedürfnis ist: sich selbst zu offenbaren, und zwar so wie er tatsächlich ist.

mit Massimo Barbiero (marimba, vibes, percussions), Matteo Cign (vibes, percussions) Stefano Bertoli (drums), Alex Quagliotti (drums, percussions), Doudù Kwateh (percussions), DoussuTourrè (Djembè), Andrea Stracuzzi (percussions), Gaia Mattiuzzi (vocal), Sabrina Oliveri (vocal), Cristina Renzetti (vocal), Jean Landruphe Diiby (dance)
So 19.02.17
19:00
Les Diptik Hang Up Kleinkunst & More, Gastproduktion
Sie hängen in ihren Mänteln und warten auf ihre Wiedergeburt. Garlic, so zärtlich wie zappelig und Dangle, melancholisch und unberechenbar, hängen aneinander, hängen in der Luft, hängen zwischen den Welten. Ungewiss ob der Wartedauer, sind sie dem Schwebezustand und einander hilflos ausgeliefert, träumen, bangen und stolpern über die verzwicktesten Fragen des Menschseins.

HANG UP, das erste Bühnenprogramm der Freiburger Kompanie Les Diptik, ist eine absurd-komische Poesie, ein Erforschen nach dem Sinn des Seins (oder Nicht-Seins) und hängt wohl irgendwo zwischen Clownerie und Theater. Les Diptik sind die Gewinner des Kleinkunstwettbewerbs NIederstättersurPrize 2015.
Sa 11.02.17
20:30
Magdalena Leeb ÜberLEEBen Kleinkunst & More, Gastproduktion
Magda Leeb will alles. Leben und vor allem überleben: Religion, Politik, Bankenkrisen, Friseurbesuche, sogar Familienfeiern. In einer einmaligen Aneinanderreihung von Ereignissen demonstriert sie ihren Willen dazu. Unvorhersehbar, spontan und völlig aus der Luft gegriffen. Garantiert mit viel Wahrheit und Lüge, mit Kopfschütteln und Wundern, mit Weltfrieden und FrappuccinoDecaff Latte. Diese Show muss man erLEEBt haben. Will sie zu viel? Unbedingt. Sie wollen das doch auch!

Magdalena Leeb hatte mit ihrer Anita Zieher ein Engagement bei der ORF-Improshow „Frischlinge“; 2016 gewann sie den „Goldenen ImproStern 2016“, den Oscar der deutschsprachigen Impro-Kabarettszene.
«12345678910» 95 Einträge auf 10 Seiten, Angezeigte Einträge 81-90
Dekadenz dankt

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater von seiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Unterstützt von den Kulturassessoraten des Landes 2019: 239.500€, der Gemeinde Brixen 2019: 12.500€.