Sa 24.10.20
20:30
Thomas Maurer (A) WOSWASI Kleinkunst & More, Gastproduktion

„Haben Sie sich schon einmal gefragt: Warum bin i eigentlich so deppert?“, fragt Thomas Maurer zu Beginn seines neuen Kabarettsolo. „Der mutmaßlich lustigste Mann Österreichs“, wie ihn der Falter einmal betitelt hat, setzt sich auseinander mit Denkmustern, Denkmodellen, Denklücken und auch jenen, die kaum zu denken scheinen. Mit gewohnt spitzer Zunge breitet er eine Palette von menschlichen Unzulänglichkeiten aus, kommt dabei von Hundertsten ins Tausendste und zerlegt darüber österreichische Befindlichkeit in ihre Elementarteilchen.

„Woswasi“ ist ein satirisches Denkstück und wohl nicht nur einmal einen Besuch wert“, findet der Falter. „Dem Geistesarbeiter Maurer beim Hackln zuzuschauen, ist so spaßig wie er sympathisch“, befindet Michaela Mottinger. „Ein bereichernder Abend“, sagt Die Presse. „Kabarett mit Mehrwert“ die Salzburger Nachrichten und das Neue Volksblatt resümiert: „Man bekommt in diesem Soloprogramm gleich drei Maurer zum Preis von einem.“

Regie: Petra Dobetsberger

Die Veranstaltung am Freitag ist ausverkauft, Karten gibt's noch für Samstag, 24. Oktober!

Zur Homepage von Thomas Maurer geht's hier

Sa 17.10.20
20:30
Voodoo Jürgens (A) S'klane Glücksspiel Gastproduktion, Pop

Der Kunstschlurf und Liedermacher Voodoo Jürgens ist seit 2015 auf Erfolgskurs mit seinen schwarzhumorigen Texten im schwersten Wiener Dialekt. Sein Album „Ansa woar" mit dem Hit „Heite grob ma Tote aus" war und ist noch immer die Revolution in Sachen österreichischer Musik. Der Text kann dank seiner schludrigen Vorlagen selbst von Leuten mitgesungen werden, die überhaupt nicht singen können. Man nennt das wohl Publikumsnähe. Das macht auch den Erfolg von Voodoo Jürgens aus: Er porträtiert Außenseiter, Gestrauchelte und zwielichtige Gestalten zwischen Größenwahn, Schnaps und Gosse.

„Voodoo Jürgens ist näher an Helmut Qualtinger dran als an Wolfgang Ambros, ist eher bitter als süß, goschert statt poetisch, kein André Heller beim Sprachrittberger, lieber Tom Waits, den es am Eislaufplotz mit der Bierdose in der Hand auf die Gosch'n haut. Das ist auf weiter Flur einsam originell und natürlich ein ziemlicher Spaß.“ (Der Standard, Karl Fluch)

Das letzten Herbst veröffentlichte zweite Voodoo Jürgens-Album „S'klane Glücksspiel“ war ein voller Erfolg, wurde von den Kritikern geliebt und ist aktuell für den „Amadeus“ in der Kategorie Album nominiert. Dieses Album bringt er jetzt nach Brixen!

Das Konzert findet im Astra (Romstraße 11) statt!

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Do 15.10.20
20:30
Julie Campiche Quartet (CH) Onkalo Jazz, Gastproduktion

Erinnert ihr euch an die Band „Orioxy“? In acht Jahren reger Konzerttätigkeit war „Orioxy“ zwei Mal in der Dekadenz zu Gast. 2016 lancierte die Harfenistin Julie Campiche ein Projekt unter eigenem Namen und holte sich Unterstützung von jungen Schweizer Musikern. Das Julie Campiche Quartet präsentiert „Onkalo“ jetzt in Brixen.
Julie Campiches musikalische Sprache ist geprägt von den großen Fragen ihrer Generation: die Unmengen an radioaktivem Abfall, die multimediale Reizüberflutung und die Suche nach Identität im digitalen Zeitalter. Alle vier Musiker*innen setzen dazu elektronische Effekte ein und schaffen ein zerbrechliches und doch kraftvolles Klangbild. Komposition und Improvisation halten sich in der elektro-akustischen Klangwelt die Waage.
In ihrer Fragilität ist die Musik kraftvoll, ansprechend und hochaktuell.

Vi ricordate il gruppo ORIOXY? Per due volte è stato ospite da noi. Dopo 8 anni di intensa attività l’arpista Julie Campiche si butta, assieme a giovani musicisti svizzeri in una nuova avventura sotto proprio nome.
I quattro musicisti generano un’atmosfera fragile ma poderosa, utilizzando effettistica elettronica per bilanciare parti compositive e le parti dedicate all’improvvisazione libera. L’ambiente sonoro, ballando fra suoni acustici e sonorità elettroniche, aprendo un ampio spazio creativo. Sorprendenti contrasti sonori caratterizzano il loro programma, un programma prevalentemente ispirato dalla Julie stessa. Il suo lessico musicale è impregnato dai grandi temi che attualmente circonda la sua generazione: la grande dose di scorie atomari, l’eccesso di inondazione mediale e la ricerca di un identità nell’era del digitale.

Julie Campiche: harp, FX
Leo Fumagalli: sax, FX
Manu Hagmann: double bass, FX
Clemens Kuratle: drums, FX

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Di 06.10.20
20:30
Ans Eingemachte! Wem gehört die Stadt? Talk

Wieder einmal wurde in Brixen und anderen Südtiroler Gemeinden gewählt. Doch welche Möglichkeiten haben Bürger*innen – über das Kreuzchen auf dem Stimmzettel hinaus – das Leben in der Stadt mitzugestalten? Wir machen uns wieder „Ans Eingemachte!“ und diskutieren mit Expert*innen über den Lebensraum Stadt. Wer bestimmt das Stadtbild? Wie ist Stadt strukturiert und wie wirkt sich das auf ihre Bewohner*innen aus? Ist eine besuchenswerte Stadt auch lebenswert? Und wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
„Ans Eingemachte“ ist eine Diskussionsreihe von OEW – Organisation für Eine solidarische Welt und Dekadenz. In unregelmäßigen Abständen wird der Keller zum Forum, in dem gesellschaftspolitische Fragen auf Augenhöhe diskutiert werden. Künstlerische Impulse regen an und führen durch den Abend.

Moderation: Margot Mayrhofer

Zur Reihe auf der Seite der OEW geht's hier

Mo 05.10.20
18:00
VBB & Dekadenz FIAMMETTA aus der Reihe "Was träumen wir?" Literatur, Theater, Tanz & Performance

Den anmutigen Frauen zum Troste, die „die meiste Zeit vom Willen, von der Laune, von den Befehlen der Väter, Mütter, Brüder, Ehemänner gezwungen werden, im engen Raum ihrer Kemenaten eingeschlossen auszuharren“, widmet Giovanni Boccaccio im 14. Jahrhundert seine Novellensammlung „Il Decamerone“. In einer Zeit, in der Frauen vor allem als Ehefrauen und Mütter gesehen wurden, ermutigt er sie, sich gegen die patriarchalischen und christlichen Meinungen aufzulehnen und vor allem für Lust und ihr eigenes Begehren einzustehen. So finden sich im „Decamerone“ neben den als schwach und objektivierend gezeichneten Frauen auch starke Persönlichkeiten, die bereit sind ihre (sexuelle) Selbstbestimmung vor Gericht zu verteidigen. Performerin Rixa Rottonara, deren Kunst zwischen Performance, Tanz und (Luft-)Akrobatik angesiedelt ist, und die Schauspielerin Margot Mayrhofer zeigen ein starkes Plädoyer für die selbstbestimmten Frauen von damals und heute.

Eine Performance von Rixa Rottonara mit Margot Mayrhofer

Szenische Einrichtung: Anna Heiss

Im Innenhof des Forum Brixen

Mi 14.10.20
20:30
Eigenproduktion der Dekadenz Am Rand (ein Protokoll) Theater, Eigenproduktion

In einem kleinen Ort am Rand der Republik wird die lange vakante Stelle des Dorfpolizisten wieder besetzt. Der neu eingestellte Beamte erlebt eine ländliche Idylle, deren naive Vertrauensseligkeit all seine Alarmglocken schrillen lässt. Niemand schließt sein Fahrrad ab, Eier, Schraubenzieher und Verlängerungskabel werden ohne Gegenleistung verliehen, teilweise monatelang. Paketlieferungen werden einfach vor Haustüren abgelegt. Es gelingt dem Polizisten sogar, sich mehrfach unbemerkt Zugang zu fremden Wohnungen zu verschaffen. Erst als er die Bewohner auf die möglichen Gefahren aufmerksam macht, die jenseits der nahegelegenen Landesgrenze lauern könnten, werden nach und nach Maßnahmen zur eigenen Verteidigung ergriffen.

Geografisch, gesellschaftlich, moralisch - auf unterschiedlichsten Ebenen ist die Setzung von Grenzen eine Konstante menschlichen Denkens und Handelns. Philipp Löhle macht das zum Grundmotiv seines neuen Stücks. Darin wird das fiktive Dorf Randhausen zum Brennglas Europas und der Welt. Und die Grenze zwischen Komik und Tragik wird genau so oft überschritten wie die zwischen Fantasie und Alltag. Und nicht zuletzt teilt eine Grenze die Geschichte selbst - geschrieben in Form eines Protokolls - in zwei Hälften. Ein schmaler Grat zwischen Traum und Albtraum, auf dessen einer Seite sich Wildschweine, Rehe und Trolle durch die Wälder schlagen - und auf der anderen Panzer.

Mit Dietmar Gamper, Margot Mayrhofer, Freddy Redavid, Peter Schorn & Marlies Untersteiner

Inszenierung: Torsten Schilling
Bühne & Kostüme: Andrea Kerner
Musik: Markus „Doggi“ Dorfmann
Assistenz & Fußnote: Fabian Mair Mitterer
Licht: Julian Marmsoler

Die Aufführung findet im Kulturzentrum Astra – Romstraße 11, Brixen statt!

Do 26.03.20
20:30
Marco Stagni Quaretet (I, A) Animali Notturni Jazz
Marco Stagni ist mit seinem bodenständigen und verlässlichen Bassspiel sehr gefragt, er wirkte bei vielen Konzerten mit Größen wie Manuel Randi und Herbert Pixner mit. Jetzt startet er als Bandleader durch: Die Band „Animali Notturni“ kristallisierte sich aus dem Euregio Ensemble heraus, das von Klaus Widmann (Südtirol Jazzfestival) ins Leben gerufen wurde, um die musikalische Verbindung von Trentino, Südtirol und Tirol zu stärken. Als Bandleader beschreibt Marco dieses Projekt als Reise durch die Nacht, bei der die Tiefen der Seele erforscht und das Gleichgewicht zwischen Instinkt und Intellekt ausgelotet werden.

Matteo Cuzzolin: sax
Philipp Osanna: guitar
Marco Stagni: double bass
Max Plattner: drums
Fr 20.03.20
20:30
Eigenproduktion der Dekadenz Tom auf dem Lande Theater, Eigenproduktion
Als der junge Werbetexter Tom aus der Großstadt zum Begräbnis seines Liebhabers Guillaume in die Provinz fährt, gerät er auf dem Hof von dessen Familie in einen Strudel aus Lügen, Verdrängung und Gewalt. Tom gibt sich als Arbeitskollege des Verstorbenen aus, weil Guillaumes Mutter Agathe nichts von der Homosexualität ihres Sohnes geahnt hat. Der ältere Bruder Francis tut alles, damit die Wahrheit nicht bekannt wird, und schreckt dabei auch vor Gewalt gegen Tom nicht zurück. Zunächst verpflichtet er Tom, die Lebenslüge nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern sogar auszuschmücken.
Doch zunehmend scheint Francis Tom für eine Schuld zu bestrafen, die keiner der beiden in Worte zu fassen wüsste. In der Abgeschiedenheit des Bauernhofs entspinnt sich ein gewalttätiges, erotisch aufgeladenes Spiel zwischen den beiden Männern, dem sich Tom auf unerklärliche und fatale Weise fügt.

Regie: Joachim Goller
Ausstattung: Mirjam Falkensteiner
Mit Max Gruber-Fischnaller, Patrizia Pfeifer, Kathrin Ploner und Philipp Weigand
Sa 15.02.20
20:30
Petra Rohregger & Günter Götsch Oleanna Theater, Gastproduktion
John ist ein angesehener College-Professor, der vor der Berufung auf Lebenszeit steht. Er trifft sich kurz vor Feierabend mit der lernwilligen Studentin Carol, der nach eigenen Angaben das Lernen so schwerfällt. Als er ihr Nachhilfe in seinem Büro anbietet, ahnt er nicht, dass er damit den Grundstein für ein ausuferndes Machtspiel legt und seine eigene glorreiche Zukunft ins Wanken bringt.

Was John als großzügige Hilfeleistung versteht, ist für Carol sexuelle Belästigung. Wer hier wirklich Recht hat, liegt im Auge der Betrachtenden. Ein klärendes Gespräch soll helfen, doch dieses wird für John zur Schlinge, die Carol immer fester zuzieht. Die Wahrheit scheint plötzlich Ansichtssache zu sein. David Mamets Thriller um „political correctness“ ist ein Stück in dem die Sprache, ihr Gebrauch, ihr Verständnis und ihre unterschiedliche Deutung einen Machtkampf provoziert, in dem es keine*n Sieger*in geben kann.

Regie: Claus Tröger
Licht: Jan Gasperi
Do 13.02.20
20:30
Quonundrum (I, Slo, Hr, Dk) Quonundrum Jazz
Laura Zöschg aus Schabs studiert seit 2016 Gesang am Konservatorium in Graz. Schon seit geraumer Zeit verfolgt sie die Idee, ein musikalisches Projekt ganz ohne Harmonie-Instrument wie Gitarre oder Klavier umzusetzen. Ein gewagtes Design für ein Jazz-Quartett! In „Quonundrum“ setzt sich Laura mit ihren unterschiedlichen Stimmlagen auseinander, schafft Raum für Improvisation mit den Bandkollegen und präsentiert eigene Kompositionen und Arrangements. Für die beiden Melodie-Instrumente und die Rhythmus-Sektion ergeben sich so ganz neue Perspektiven. Das neu erschlossene Territorium gilt es jetzt zu erkunden, die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Laura Zöschg: vocals
Jaka Arh: tenor sax
Tin Džaferović: double bass
Chris Falkenberg Rasmussen: drums
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Dekadenz dankt

Die Dekadenz wird als Südtiroler Städtetheater von seiten der öffentlichen Hand gefördert.
Private Sponsoren ergänzen unser Kulturbudget.

Unterstützt von den Kulturassessoraten des Landes 2019: 239.500€, der Gemeinde Brixen 2019: 12.500€.